Bludenz soll wieder eine “florierende Stadt” werden

Bürgermeisterkandidat Mario Leiter (SPÖ) stellt nicht nur sein Team, sondern auch die Themen vor, die er in Bludenz anpacken will.
Bludenz „Meine Heimatstadt ist einfach eine Herzensangelegenheit für mich“, begründet Mario Leiter sein neuerliches Antreten für das Amt des Bürgermeisters. Ihn hätten viele Unternehmer angesprochen, die unzufrieden mit der derzeitigen Wirtschaftspolitik seien. Es herrsche momentan „Stillstand in Bludenz“.
Mario Leiter will Betriebsansiedlungen fördern und somit Bludenz wieder zu einer „florierenden Stadt“ machen. Das setze voraus, dass man mit Investoren spricht, sich mit ihnen an einen Tisch setzt und verhandelt. „Ich will eine aktive Standortpolitik betreiben.“ Dazu zählt für ihn auch, den Hirschengarten zu reaktivieren.
Gegen die brachliegenden Flächen, wie das Brunnenbach-Quartier, will Mario Leiter ebenfalls vorgehen und diese bestmöglich entwickeln. „Neu beleben wollte man diesen Stadtteil. Pläne lagen schon am Tisch. Baubeginn sollte 2022 sein. Und passiert ist dann nichts!“, so Leiter. Aktionismus sei gefordert – auch beim Feuerwehrhaus, denn die Bludenzer Feuerwehr „platzt aus allen Nähten“. Man müsse einen langfristigen Finanzierungsplan aufstellen. Dafür habe man bereits fachlich „bestes Personal“ in der Stadtverwaltung.
Scharfe Kritik
Scharf kritisiert Leiter, die von Simon Tschann, anlässlich seines Wahlauftakts, präsentierte „Leistungsbilanz“: „Das ist eine Märchensammlung und keine Leistungsbilanz. Da gibt es das Märchen von den 350 neuen Betrieben, wo niemand weiß, welche das sein sollen und welche Arbeitsplätze durch sie geschaffen wurden. Das Märchen von Tschanns Volksschulneubau, der aber schon unter Katzenmayer fertig geplant und bewilligt war. Das Märchen der 50 umgesetzten Projekte, die aber noch keiner in der Stadt entdecken konnte.“
“Zuversicht geben”
Leiter will unter anderem die Verlegung der Landesstraße aus dem Zentrumsbereich, die Verkehrssicherheit vor der Zwergenvilla in Bings, die Erweiterung der Volksschule St. Peter, die Entwicklung des Würbel-Areals, den gemeinnützigen Wohnbau und die Reaktivierung des Nachtlebens in Bludenz vorantreiben. „Ich will Bludenz neues Leben einhauchen, Zuversicht geben und die Wirtschaft, Hotellerie und Gastronomie ankurbeln. Es gibt viel zu viel, das liegengelassen wurde, gar nicht begonnen wurde oder wo ein lapidarer Fototermin genug des Aktivitätsnachweises für Bludenz gewesen ist“, sagt Leiter. Durch die Verurteilung von Simon Tschann sei Bludenz in eine Schieflage geraten. Amtsmissbrauch und falsche Beurkundung seien „keine Kavaliersdelikte“, sondern „das höchste Verbrechen, das ein Bürgermeister begehen kann“.
Von den insgesamt 66 Kandidaten auf der Team-Leiter-Liste sind 60 Prozent parteifrei. 39 von ihnen treten erstmals an, und der Frauenanteil liegt bei 44 Prozent. Wird Mario Leiter nicht als Bürgermeister gewählt, bleibt er Landesparteiclubobmann der SPÖ und Polizist.