Hinter den Kulissen: Parteichef, Unternehmer und Corona-Hilfe

Politik / 30.09.2023 • 13:00 Uhr
Mario Leiter ist nicht nur Polizist und Parteichef, sondern auch Unternehmer.<span class="copyright"> VN/Steurer</span>
Mario Leiter ist nicht nur Polizist und Parteichef, sondern auch Unternehmer. VN/Steurer

Ein Vorarlberger Parteichef führt auch ein Unternehmen. Und hat damit auch Corona-Hilfen bekommen.

Bregenz Der Vorarlberger SPÖ-Chef heißt Mario Leiter (58). Von Beruf: Polizist. So weit, so bekannt. Was vielen weniger bekannt sein dürfte, ist, dass Mario Leiter auch ein Unternehmen führt.

Wie jeder Politiker hat auch Mario Leiter ein Leben vor der Politik. Leiter war immer schon umtriebig: Im Jahr 2004 gründete er ein Einzelunternehmen. Er wird zum Verkehrssicherheitsexperten, Lehrbeauftragter des Landes, er gibt Schulungen und gründet das Projekt “rauschfrei” sowie die Initiative „Zentrum Verkehrssicherheit Österreich“ (ZVÖ). Neben seinem Polizeiberuf schritt auch seine politische Karriere voran. Bis er es am Samstag in einer Woche auf dem Landesparteitag der SPÖ auch offiziell zum gewählten Nachfolger von Gabi Sprickler-Falschlunger (67) an der SPÖ-Spitze schaffen wird.

Finanziell hatte er – wie so gut wie alle Unternehmen in Österreich – Anspruch auf Corona-Hilfe. Und sein Einzelunternehmen hat diese Hilfe offenbar benötigt: Zwei Zahlungen sind in der Transparenzdatenbank des Bundes zu finden. Im Jahr 2021 erhielt er 22.217,90 Euro, im Jahr darauf 32.362,25 Euro. Seine Existenz war wenigstens nicht gefährdet: Als Polizist hatte er auch während Corona genug zu tun.