Hinter den Kulissen: Verhinderte Volksbeteiligung beim Gemeindetag

Politik / 21.04.2023 • 16:15 Uhr
Der Gemeindetag fand im Adalbert-Welte-Saal statt - welcher seine Multifunktionalität nicht verheimlichen kann. <span class="copyright">VN/Rauch</span>
Der Gemeindetag fand im Adalbert-Welte-Saal statt - welcher seine Multifunktionalität nicht verheimlichen kann. VN/Rauch

Der Gemeindetag in Frastanz wurde von der Jugend mehrfach beinahe gestürmt.

Frastanz Am Freitag eröffnete die Gemeindeverbandspräsidentin und Dornbirner Bürgermeisterin den Gemeindetag in Frastanz und kam dabei auch auf die Herausforderungen der 96 Gemeinden im Land zu sprechen. So etwa auch auf den Bedarf nach und Mangel an Fachpersonal für die Kinderbetreuung.

Doch plötzlich öffnete sich alles andere als leise die Tür neben Kaufmann. Darin stand etwas überrascht die Schülerschaft der nahen Volksschule Frastanz-Dorf, die den Adalbert-Welte-Saal eigentlich als ihren Turnsaal kennt und nicht als Versammlungsort der Gemeindevorstände von ganz Vorarlberg. Während die Kinder schnell die Tür schlossen, lachte die Verbandspräsidentin: “Die haben sich jetzt etwas erschrocken.”

Auf Höhe des Rednerpults lässt sich die Tür in der Wand erahnen, durch die der Saal beinahe gestürmt worden wäre.<span class="copyright"> Gemeindeverband/Eva Rauch</span>
Auf Höhe des Rednerpults lässt sich die Tür in der Wand erahnen, durch die der Saal beinahe gestürmt worden wäre. Gemeindeverband/Eva Rauch

Offensichtlich wollte die Jugend aber doch wissen, wie es mit der Kinderbetreuung im Land weitergeht: Scheinbar glaubte der zweite Schwung an Schülern nicht, dass ihr Turnsaal bereits belegt ist, sie ließen sich aber von der ihre Rede unterbrechenden Kaufmann schnell überzeugen. “Sie möchten turnen kommen”, zeigte sie ihrem Publikum gegenüber Verständnis. “Ich bin zwar für vieles zuständig, aber da kann ich jetzt leider nicht helfen.” Dennoch öffnete sich die Tür gleich darauf ein drittes Mal, nun machte sich auch die Lehrerin ein Bild von der verhinderten Turnstunde. Mit einem Schlüssel sorgte man daraufhin unter dem Gelächter der Bürgermeister für ein Ende der Unterbrechung und der jugendlichen Bürgerbeteiligung.