Aufgefrischte Politur, neu ausstaffiertes Innenleben

Mit europäischerer Anmutung soll Mitsubishis Space Star ein Verkaufsstar werden.
Mitsubishi. In eine andere Dimension vorgestoßen ist die Drei-Diamanten-Marke mit der Wiederaufnahme der Modellbezeichnung Space Star. Zuerst war (ab 1998) darunter ein Kompakt-Van auf Basis des Carisma zu verstehen. 2005 wurde die Produktion des knapp mehr als vier Meter langen Familientransporters eingestellt.
Sein Name aber tauchte im Herbst 2012 wieder auf. Allerdings als Bezeichnung für eine nicht nur verkürzte, sondern auch verkleinerte Pkw-Dimension. Mitsubishi präsentierte auf dem Pariser Autosalon das in Thailand hergestellte Kleinwagen-Modell Mirage, das in Europa Space Star heißt. Es gilt mit seinen deutlich unter vier Metern Außenlänge als Nachfolger des Colt, letzte (die sechste) Generation damit ausgelaufen war.
Punkten sollte der Neue, mit reduziertem Design, betont zweckmäßiger Ausstattung und City-tauglicher Agilität (Wendekreis: 9,2 Meter) vor allem als Sparmeister. Motorisiert mit kleinvolumigen Dreizylinder-Benzin-Aggregaten mit 1,0 sowie 1,2 Liter Hubraum sowie einem Startgewicht von 845 Kilogramm bescheinigte ihm Mitsubishi nicht alleine ein zurückhaltendes Verbrauchsniveau, auch hohe Bescheidenheit in Bezug auf Emissionen: zwischen 4,0 und 4,3 Liter pro hundert Kilometer im Normmix und ein CO2-Ausstoß zwischen 92 und 94 g/km. Dass diese Verbrauchswerte keine Papierwerte sind, wurde im Rahmen einer 100-Kilometer-Sparwettfahrt bewiesen: Ein Team kam gar mit 2,7 Litern über die Runde, selbst Bleifüße schafften es nicht, die Fünf-Liter-Grenze zu überschreiten.
Das brachte dem Spar-Star in Deutschland hohen Käufer-Zuspruch ein. Von den bisher in Europa 71.000 verkauften Fahrzeugen entfallen 28.000 auf unser Nachbarland. In Österreich hingegen gestaltet sich der Absatz laut Aussage des Importeurs (Denzel) eher schleppend, mit rund 800 Einheiten pro Jahr.
Reichlich Chromzierat
Das soll sich mit der Überarbeitung ändern, dank einer aufgefrischten Politur und einem neu ausstaffierten Innenleben. Am Exterieur bedeutet das reichlich Chromzierat-Zugaben. Um der Front mehr Schwung zu verleihen, wurde die Motorhaube neu geformt. Am Heck sorgt der neue Dachspoiler mit für eine optimierte Aerodynamik. Dazu kommen Retuschen an Schweinwerfern und Stoßfängern vorne sowie hinten. Das resultiert in einem Längenwachstum von 85 Millimetern, was wiederum einen verbesserten cW-Wert zur Folge hat, nämlich 0,27. Gleich geblieben sind Innenraum-Dimensionen und Kofferraum. Das Interieur wurde materialseitig aufgewertet, die Armaturen aktualisiert, die Klimaanlagen-Steuerung modernisiert. Unverändert blieben Fahrwerk, Lenkung und Bremsen. Nach wie vor sind die beiden unüberhörbar dreizylindrigen Motoren mit einer präzise zu bedienenden manuellen Fünfgang-Schaltung gekoppelt. Der 1,2 Liter kann auch mit einem CVT-Getriebe geordert werden. Das benimmt sich bei städtisch gemächlichem Tempo durchaus munter. Fordert man von dieser Motor-Automatik-Kooperation Temperament, so reicht das Resultat zum Mitschwimmen im Fließverkehr durchaus auch aus. Das typische Aufheulen muss man dabei in Kauf nehmen.
Abschließend verweist Mitsubishi Österreich auf den hohen Spar-Faktor des Space Star hin. Aktuelle Verbrauchs- und Emissionwerte: 4,0 bis 4,1 l, CO2: 92 bis 96 g/km. Für den 1,0 Liter sind dadurch null Prozent NoVA fällig. Beim 1,2 Liter macht die Abgabe ein Prozent aus.


Fakten
Motoren/Antrieb/Getriebe: ausschließlich Dreizylinder-Benziner: 1,0 l mit 71 PS, 1,2 l mit 80 PS/Vorderradantrieb/manuelle Fünfgang-Schaltung, stufenlose CVT-Automatik.
Preis/Marktstart: ab 11.490 Euro/Mai.