Seriensieger im Halbfinale entthront

Titelverteidiger USG Altach verfehlt bei „Finale dahoam“ den Titel-Hattrick und muss sich mit Bronze begnügen.
Altach Die Ausgangslage vor dem „Finale dahoam“ in der Luftgewehr-Bundesliga des Österreichischen Schützenbundes war vielversprechend: Heimvorteil im KOM in Altach, drei dominante Saisonen und ein nahezu makelloser Durchmarsch durch die Vor- und Zwischenrunde, in der mit 1597 von 1600 möglichen Ringen sogar ein österreichischer Rekord gelang.

Doch im Halbfinale wurde die Mission Titel-Hattrick jäh gestoppt: In der Neuauflage des letztjährigen Finales unterlagen die Gewehrschützen der USG Altach den Sportschützen Scheffau mit 10:22 Punkten bei 1581:1587 Ringen. Während die Tiroler konstant punkteten, gerieten die Altacher früh ins Hintertreffen. Sheileen Waibel sorgte mit einem 5:3-Erfolg und 397:395 Ringen gegen Dominic Einwaller für den einzigen Einzelsieg. Thomas Mathis musste sich Jasmin Kitzbichler mit 1:7 (396:399) geschlagen geben, Marlene Pribitzer unterlag Patrick Entner mit 2:6 (396:399). Auch Kiano Waibel verlor sein Duell gegen Sissi Habenicht mit 2:6 (392:394).

Im Duell um Bronze zeigten die Gastgeber die richtige Reaktion. Gegen ASKÖ Bad Goisern, seines Zeichens Meister 2022 und 2023, setzte man sich mit 22:10 Punkten und 1582:1565 Ringen deutlich durch.

Sheileen Waibel gewann ihr Duell mit 6:2 (397:395), Patrick Diem setzte sich mit 5:3 (391:389) durch. Besonders deutlich fiel der Erfolg von Marlene Pribitzer aus, die mit 8:0 (398:384) dominierte. Einzig Thomas Mathis musste sich knapp mit 3:5 (396:397) geschlagen geben. „Wir haben bis zum Halbfinale in den letzten drei Saisonen keine Partie verloren. Im Halbfinale ist dann leider unsere unglaubliche Siegesserie zu Ende gegangen. Trotz der verständlichen Enttäuschung können wir stolz sein, zu den drei besten Teams von Österreich zu zählen“, betonte Routinier Mathis stellvertretend nach dem Bronze-Duell.

Die Sportschützen Scheffau bestätigten ihre Leistung aus dem Halbfinale auch im Endkampf. Mit einem 22:10-Erfolg und 1589:1574 Ringen gegen die SG Thaur (bei Hall) sicherten sich die Tiroler erstmals den Mannschaftstitel in der Luftgewehr-Bundesliga.
Wie 2025 wieder Vizemeister
In der Jugend-Bundesliga der Luftgewehrschützen erreichte das erste Team des Vorarlberger Schützenbundes erneut das Finale. Dort setzte es gegen Tirol eine 11:21-Niederlage bei 1526:1543 Ringen. Elisa Thurnher gewann ihr Duell mit 7:1 (391:385), Paula Rauch unterlag mit 2:6 (385:389), Sarah Kraller mit 0:8 (379:391) und Joyce Schneider mit 2:6 (371:378). Zuvor hatte sich das VSB-Einserteam im Halbfinale mit 20:12 (1527:1508) gegen die zweite Mannschaft von Tirol durchgesetzt. Für Vorarlberg war es die fünfte Silberne seit 2017 in dieser Kategorie.


Silber und „Blech“
Nach der Premieren-Bronzenen letzte Saison kletterten Vorarlbergs Nachwuchsschütz:innen in der Jugend-Bundesliga Luftpirole eine Stufe nach oben und sicherten sich die silberne Auszeichnung. Im Finale gegen das Einserteam von Tirol unterlag man mit 7:25 bei 1322:1408 Ringen. Noah Kraller erreichte ein 4:4 (343:342), während Maria Hacker (0:8, 336:372), Emma Frei (3:5, 355:363) und Martina-Aline Fitz (0:8, 288:331) ihre Duelle verloren.
Im Halbfinale hatte sich das VSB-Einserteam mit 25:7 (1363:1215) gegen die zweite Vorarlberger Mannschaft durchgesetzt. Diese belegte nach einer 0:32-Niederlage (1245:1410) gegen Tirol 2 im kleinen Finale Rang vier.


Nicht unzufrieden mit Luft nach oben
Landesoberschützenmeister Jürgen Schneider zog stellvertretend nach der perfekt organisierten Veranstaltung eine differenzierte Bilanz. Insgesamt sei man mit den zwei Silbernen und der Bronzenen nicht unzufrieden, auch wenn insbesondere in der Bundesliga nach der makellosen Vorrunde mehr erwartet worden sei. Entscheidend sei im Spitzensport die Leistung am Wettkampftag – und hier habe Scheffau den Ausschlag gegeben.