“Meine Freunde und meine Familie sind mein Zuhause”

Ex-Miss Daria Schuricht gewährt Einblick in ihre vier Wände.
Feldkirch In der Serie “Promis ganz privat” besuchen die Vorarlberger Nachrichten gemeinsam mit Ländle TV prominente Persönlichkeiten und werfen einen Blick hinter die Kulissen ihres Alltags. Diesmal öffnet Ex-Miss Vorarlberg und Musikerin Daria Schuricht die Tür zu ihrem Zuhause in Feldkirch und spricht über persönliche Erinnerungen, ihre große Leidenschaft für Musik – und warum für sie Heimat vor allem mit Menschen zu tun hat.
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Musikerin, Ex-Miss Vorarlberg und bald Lehrerin – Daria Schuricht hat viele Talente. In ihrer Wohnung in Feldkirch lebt sie gemeinsam mit ihrer Katze – umgeben von Musik, Erinnerungen und einer gemütlichen Atmosphäre.
Der Pokal, den sie 2018 bei der Wahl zur Miss Vorarlberg bekommen hat, glänzt auf ihrem Wohnzimmerregal. “Der ist nicht nur eine schöne Erinnerung an meine Zeit als Miss Vorarlberg – zur Not könnte ich mich damit auch verteidigen, wenn ein Einbrecher kommt. Er ist ziemlich schwer”, lacht Daria. Seit ihrer Krönung ist viel passiert. Heute steht die 26-Jährige nicht nur auf der Bühne, sondern auch kurz vor ihrem Lehramtsabschluss in Englisch und Deutsch an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg. “Wenn alles gut geht, bin ich in eineinhalb Jahren fertig. Ich mache noch ein Sommerpraktikum – dann sehe ich, wohin mich der Weg führt.”

Was bedeutet “Zuhause” für jemanden, der so oft unterwegs ist? “Meine Wohnung ist mein Rückzugsort”, sagt Daria, “aber Zuhause – das sind für mich eher Menschen: meine Familie, meine Freunde. Wenn ich mit ihnen zusammen bin und mich wohlfühle, brauche ich keine vier Wände.” Ein perfekter Tag beginnt für sie mit Ausschlafen und einer Tasse Kaffee. Dann hört sie Musik, verbringt Zeit in der Natur, spielt Klavier und singt. Am Abend ein Auftritt mit ihrer Band – und danach Zeit mit ihrer Katze auf der Couch.

Dass sie einmal Miss Vorarlberg wird, hätte sie nie gedacht. “Meine damalige beste Freundin hat mich heimlich beim Casting angemeldet und nach Schwarzach mitgenommen. Plötzlich stand ich vor der Jury”, erinnert sie sich schmunzelnd. Anfänglich war sie skeptisch: “Ich dachte, Modeln ist nichts für mich, weil es mir zu oberflächlich erschien. Aber ich wurde eines Besseren belehrt.” Die Zeit hat sie geprägt. “Ich war damals unsicher, habe das oft überspielt. Heute weiß ich, wer ich bin. Die Auftritte haben mir Selbstvertrauen gegeben – als Sängerin habe ich mich immer wohlgefühlt, aber ohne Mikro war es anfangs schwer.”

Dass Musik Darias große Leidenschaft ist, merkt man sofort. Im Wohnzimmer steht ein Klavier, die Wände hängen voller Erinnerungen an Auftritte. “Mein Papa hat ein Musikhaus. Er hat mich mit sechs gefragt, was ich spielen möchte, und ich meinte: Dudelsack. Das hatte er leider nicht, also fiel die Wahl auf das Klavier”, sagt sie lachend. Ihre Mama spielte Gitarre – die künstlerische Ader wurde ihr also quasi in die Wiege gelegt. Heute ist Daria als Musikerin in mehreren Formationen aktiv: mit ihrer Familienband “Pastis”, dem neuen Projekt “Amara” sowie im Duo mit Klavier oder Gitarre bei Hochzeiten und Taufen.

Eine Zeit lang lebte Daria auch in Spanien, unterrichtete dort eine Schulklasse. “Die Anfangszeit war hart, weil ich alleine war. Aber ich habe die Sprache gelernt, tolle Menschen kennengelernt – es war eine wunderschöne und lehrreiche Zeit.” Rückblickend sagt sie, würde sie alles genauso machen wie bisher. “Ich bereue nichts, die Misswahl war für mich ein Sprungbrett. Daher stehe ich heute da, wo ich bin.”
