“Wie vor Corona, nur eine Spur besser”

Die VN fragen nach: Welche Wünsche und Hoffnungen haben Sie für die Zeit nach der Pandemie?
schwarzach Ein besonderes Jahr neigt sich dem Ende zu. Abstandhalten war angesagt. Die VN haben gefragt, welche Wünsche es für 2021 bzw. die Zeit nach Corona gibt. Sabine Haags größter Wunsch ist es, dass die „Zeit nach Corona“ sehr bald kommen wird und sie endlich wieder ihre Familie und Freunde in Vorarlberg treffen kann. „Besonders freue ich mich auf einen Spaziergang mit meinem Papa am Bodensee“, verrät die Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museumsverbands. Nach der langen Zeit des „social distancing“ sei die Sehnsucht nach einem gemeinsamen Erlebnis mit anderen Menschen besonders stark. „Ich wünsche mir, dass die Menschen in unserer Gesellschaft verstärkt durch Kunst und Kultur verbunden werden, sei es im Museum oder den Bregenzer Festspielen“, erklärt die 58-jährige Wahlwienerin.
„Es ist, wie es ist – diese sinnvolle Erkenntnis möchte ich für mich im Tagesgeschehen weiterführen“, fasst Hertha Glück (60) einen Wunsch für 2021 zusammen. Dank Coronapandemie durfte die Geschichtenerzählerin, Wanderführerin und Ritualfrau in allem aufs Wesentliche zurückgehen. Das Leben wurde für sie klarer und intensiver. „Ich wünsche mir und meinen Mitmenschen Zufriedenheit, Harmonie mit der Natur und weniger Verpflichtungen. Wieder liebe Menschen umarmen zu dürfen und gemeinsam feiern zu können“, erhofft sich die Batschunserin.
Wie fast alle, wünscht sich auch Michael Ritsch, dass wir möglichst bald nicht zu einer „neuen Normalität“ zurückkehren, sondern zu dem, was wir in der demokratischen und zivilisierten Gemeinschaft in Europa gewohnt sind: ein Leben in Freiheit ohne Einschränkungen. „Bis dahin wird wohl noch etwas Zeit vergehen, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir den herausfordernden Weg dorthin meistern“, ist der Bregenzer Bürgermeister optimistisch. Für die Zeit nach Corona wünscht sich der 52-Jährige, dass die Besonnenheit, die die meisten schon jetzt an den Tag legen, das Verständnis für andere und die Solidarität als Eckpfeiler in der Gesellschaft bestehen bleiben.
Monika Helfer (73) wünscht sich für 2021, „dass alles so sein wird wie vor Corona, wenn möglich noch eine Spur besser, mit mehr Empathie für die anderen, dass die anderen leben können wie wir.“ Keine Angst mehr zu haben, wovor auch immer. „Gut einschlafen, durchschlafen und gut aufwachen können“, erklärt die Schriftstellerin aus Hohenems. VN-MIK, PAG


