Zurück in die
Steinzeit? Zurück
zur Vernunft!
In Vorarlberg wurde im Juli 2019 der Klimanotstand ausgerufen. Wenn wir weiter so entscheiden und handeln wie bisher, werden wir samt unserer Infrastruktur und moderner Technologie in die Steinzeit zurückgespült. Solches wurde uns in Bildern der aktuellen Überflutungen gezeigt, und darauf verzichten wir gern. Weder die schon viele Jahre geplagte Bevölkerung an den Lustenauer Durchzugsstraßen, noch die zukünftigen Anrainer der Ostumfahrung Lustenaus wollen eine Bodenversiegelung gigantischen Ausmaßes. Die Bevölkerung will mobil sein, aber auch eine intakte Natur, gutes Trinkwasser, gesunde Luft zum Atmen, ruhigen Erholungsraum. Darin lassen wir uns nicht auseinanderdividieren. Es ist Aufgabe und Pflicht unserer regierenden Politiker, dafür zu sorgen. Ideen gibt es genug! Würde der Wunsch der Bevölkerung ernst genommen, hätten wir schon längst eine Auffächerung des unglaublich belastenden Schwerverkehrs auf bestehende Straßen – so wie es zu Zeiten der Brückensanierung möglich war. Mit dem Großprojekt CP S18 warten die geplagten Anrainer halt nochmal 20 Jahre auf Entlastung. Was soll’s? Staatssekretär Magnus Brunner aus Höchst arbeitet in Gewesslers Ministerium. Er fühlt sich vor den Kopf gestoßen, wenn die Umwelt- und Infrastrukturministerin ihrer ureigensten Aufgabe einer Evaluierung geplanter Straßenbauprojekte nachkommen will. Die Bevölkerung wird sehr genau beobachten, ob sie in dieser wichtigen Aufgabe von ihren Mitarbeitern unterstützt wird.
Maria Hämmerle, Lustenau