Wertvolle bäuerliche Landwirtschaft

Extra / 18.03.2020 • 11:39 Uhr
Daniela und Martin Hehle aus Hörbranz wurden 2018 ausgezeichnet.
Daniela und Martin Hehle aus Hörbranz wurden 2018 ausgezeichnet.

Für Ernährungssicherheit mit gesunden Lebensmitteln beim Einkauf zu regionalen Produkten greifen!

DÜNSERBERG „Im Garten wächst alles im Naturkreislauf, das heißt düngen mit eigenem Kompost, Mulchschicht aufbringen, damit der Boden nicht austrocknet, und somit Gießwasser sparen und das Bodenleben schützen. Nützlinge einsetzen, damit man keine Schädlinge bekämpfen muss …“, erläutern die Vorarlberger Permakulturpioniere Dorothea und Armin Rauch aus Dünserberg einerseits die Vielfalt der Permakultur und die einhergehende Harmonisierung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem in einer gesunden bäuerlichen Landwirtschaft. 2018 erhielt das engagierte Paar den VN-Klimaschutzpreis, denn Naturschutz ist Umweltschutz, ist Klimaschutz! Sich von Saatgutkonzernen unabhängig zu machen und Samen selbst zu ernten, war von Anfang an das Ziel.

Gesundheit, Selbstbestimmung

„Unsere Landwirtschaft BioBergVielfalt wird seit 1995 kontrolliert biologisch bewirtschaftet. Mit 20 Aufzuchtrindern als Einstelltiere und zwei Ochsen für die Selbstversorgung mit Fleisch können wir unsere 13 Hektar steiles Grünland bewirtschaften, ohne die Natur durch Leistungsdruck belasten zu müssen. Mit 60 Legehennen, 20 Zierhennen und Hähnen haben wir genug Eier für uns selbst und für den Verkauf. Über 100 Hochstämme im Streuobstbereich und 150 kleinwüchsige Bäume und Sträucher bringen guten Süßmost, Gärmost, Marmelade, Chitins und Edelbrände aus alten Obstsorten sowie aus neuen exotischen Früchten. Die ganze Vielfalt am Hof und unser Wissen geben wir gerne weiter“, informiert Armin Rauch.

Achtsamer Umgang mit Menschen, Tieren und Natur lautet die Lebensphilosophie der Tierschutzpreisträger Daniela und Martin Hehle aus Hörbranz, die 2018 in der Kategorie „landwirtschaftliche Vielfalt“ ebenfalls ausgezeichnet wurden: „Bio und regional ist optimal. Die Frage muss in Zukunft sein: Was ist uns Landbewirtschaftung wert und wie können wir sie beeinflussen, damit der Landwirt und der Konsument gleichermaßen davon profitieren?“ Eine Auszeichnung erhielten 2018 auch Caprice und und Stefan Innauer, die auf ihrem Hof am Eichenberg Biorinder, Hühner, Enten und Kaninchen halten und zuvor schon den Vorarlberger Tierschutzpreis erhielten: „Wir haben den auf Quantität ausgerichteten Weg bewusst verlassen. Weg von industrieller Massenproduktion von Milch und Fleisch! Und das unabhängig davon, ob irgendwelche Fördergelder fließen oder nicht. Wir wollen im Einklang mit der Natur und den Tieren leben, die wir artgerecht und liebevoll am Hof halten.“

Auch das Vorarlberger Biobier durch den Biobraugersteanbau von sechs innovativen Biobauern und Mitgliedern von BIO AUSTRIA-Vorarlberg wurden 2018 mit dem VN-Klimaschutzpreis gewürdigt.

Familie Caprice und Stefan Innauer aus Eichenberg.
Familie Caprice und Stefan Innauer aus Eichenberg.
Die PermakulturpioniereDorothea und Armin Rauch.
Die Permakulturpioniere

Dorothea und Armin Rauch.

Manuel Kirisits-Steinparzer (links), BIO AUSTRIA Vlbg.
Manuel Kirisits-Steinparzer (links), BIO AUSTRIA Vlbg.
„Die heimische Land- und Forstwirtschaft ist klimaschonend. Als Landwirtschaftskammer verfolgen wir mit unseren Bäuerinnen und Bauern das Ziel, unsere Produkte im Land regional zu vermarkten und die Wertschöpfung im Land zu unterstützen. Jeder Liter Milch, jedes Stück Käse und Fleisch, jedes Gemüse und jeder Christbaum, die regional erzeugt und gekauft werden, ersparen weite Transportwege und sind somit ein aktiver Beitrag zur CO2-Reduzierung. Das ist aktiver Klimaschutz zu dem jede und jeder von uns beim Griff ins Regal beitragen kann.“Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer

„Die heimische Land- und Forstwirtschaft ist klimaschonend. Als Landwirtschaftskammer verfolgen wir mit unseren Bäuerinnen und Bauern das Ziel, unsere Produkte im Land regional zu vermarkten und die Wertschöpfung im Land zu unterstützen. Jeder Liter Milch, jedes Stück Käse und Fleisch, jedes Gemüse und jeder Christbaum, die regional erzeugt und gekauft werden, ersparen weite Transportwege und sind somit ein aktiver Beitrag zur CO2-Reduzierung. Das ist aktiver Klimaschutz zu dem jede und jeder von uns beim Griff ins Regal beitragen kann.“

Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer