Austria als klarer Favorit beim Namensvetter aus Klagenfurt

Sport / 23.04.2026 • 17:00 Uhr
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Austria Abwehrspieler Robin Voisine traf zuletzt gegen Rapid II mit Köpfchen. Auch beim 2:0-Hinspielerfolg über Austria Klagenfurt war der Franzose als Torschütze erfolgreich. gepa

Grün-Weiße wollen morgen, 18 Uhr in Kärnten nächsten Schritt Richtung Meistertitel machen.

Lustenau Teil eins von vier Endspielen für Austria Lustenau für die Mission Meistertitel. Die Grün-Weißen gehen ins Auswärtsspiel morgen, 18 Uhr bei Austria Klagenfurt mit zwei Zählern Vorsprung in der Tabelle auf SKN ST. Pölten ins Rennen.

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Viel Brisanz

Mit einem vollen Erfolg könnte die Austria richtig Druck auf die Niederösterreicher aufbauen, die ab 20.30 Uhr ebenfalls auswärts auf den Drittplatzierten FAC Wien treffen. Alleine durch diese Konstellation bringt der 27. Spieltag der 2. Liga enorm viel Brisanz mit sich.

Der Chance, einen großen Schritt Richtung Meistertitel machen zu können, ist man sich im Lager der Lustenauer bewusst, doch Rechenspiele will und wird man nicht anstellen. Der Taschenrechner bleibt in der Schublade, wie auch Cheftrainer Markus Mader erklärt: “In unserer Situation gibt es sowieso nur eines: In jedes Spiel hineingehen als wäre es das letzte. Die Konstellation in der Tabelle sagt alles. Deswegen fahren wir nach Klagenfurt, um zu siegen”.

Ähnliche Spielweisen

Urgstein Pius Grabher schlägt in dieselbe Kerbe: “Es gibt kein Drumherum, wir wollen die nächsten drei Zähler einfahren. Danach in den Bus Richtung Ländle einsteigen und uns das Spiel zwischen dem FAC und St. Pölten anschauen”.

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Austria-Urgestein Pius Grabher will mit seiner Elf in Klagenfurt zuschlagen. gepa

Der Auswärtssieg soll am besten mit gleicher Spielweise wie zuletzt beim 3:0 gegen Rapids Amateure gelingen. Die Ausgangssituation ist dabei ebenso ähnlich. Genau wie Rapids Jungteam haben die Klagenfurter nichts zu verlieren. Denn nach dem Konkurs stehen die Kärntner nach Saisonende als Fixabsteiger fest. Mittlerweile wurde von den Gläubigern dem Sanierungsplan der Klagenfurter zugestimmt, die Ausgleichsquote beträgt 20 Prozent von den 5,65 Millionen Euro an Schulden.

Für die Kicker der Klagenfurter Austria geht es also einzig darum, Werbung für ihre Zukunft zu machen. “Was natürlich auch Gefahr mitbringen kann”, wie auch Austrias Kapitän Matthias Maak zugibt: “Ich erwarte mir Klagenfurter, die versuchen werden, uns mit spielerischen Mitteln beizukommen. Denn für sie sind die restlichen Zweitligaspiele so etwas wie die ersten Testmatches für die Regionalliga in deren nächster Saison”.

Stimmung: Fehlanzeige

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Für Kapitän Maak spielt es keine Rolle, ob so gut wie keine Zuschauer ins Wörthersee-Stadion kommen. gepa

Atmosphärisch wird das Spiel im Wörthersee Stadion, das 30.000 Zuschauer fasst, nicht unähnlich dem Lustenauer Auftritt bei den Young Violets vor einigen Wochen sein. Beim letzten Heimauftritt der Klagenfurter gegen den Kapfenberger SV verirrten sich sage und schreibe 530 Zuschauer in das zweitgrößte Stadion Österreichs. “Ob dort zwei oder 10.000 Zuschauer sind, ist uns jetzt völlig egal. Wir wissen alle im Team ganz genau, was zu tun ist”, erläutert der Kapitän. Dafür erwartet die Kicker der Austria in den letzten drei Spielen der Saison jeweils volles Haus: Heim-Derby gegen Bregenz (3.5./10.30 Uhr), auswärts bei Austria Salzburg (8. Mai/18 Uhr) und das finale Heimspiel gegen Amstetten (14. Mai/17 Uhr).

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Das Wörthersee Stadion fasst 30.000 Zuschauer. Beim letzten Heimspiel waren knapp 500 zugegen. gepa

Mit welcher Startelf die Grün-Weißen in das Match gehen, bleibt aufgrund kleinerer Blessuren offen. Neben Mario Vucenvovic (Scchlag auf den Oberschenkel) steht vor allem hinter dem Einsatz von Mame Wade ein Fragezeichen. Der Franzose mit Wurzeln im Kongo avancierte in den letzten Wochen zum Mann der Stunde – er erzielte in den letzten fünf Matches vier Treffer. Zuletzt musste der 23-Jährige im Training etwas kürzertreten. Über einen Einsatz entscheidet ein letzter Fitnesscheck am Spieltag.