Damit die Welt cool bleibt

Zett_Be / 20.03.2020 • 12:29 Uhr
Beim Generationtalk Klimakrise! kamen 15-20-Jährige und über 55-Jährige zum Austausch und Dialog zusammen.
Beim Generationtalk Klimakrise! kamen 15-20-Jährige und über 55-Jährige zum Austausch und Dialog zusammen.

Generationtalk Klimakrise! – Ein neues Dialogformat des Jugend- und Bildungshauses St. Arbogast.

St. Arbogast Kaum ein Thema brennt den Generationen so sehr unter den Nägeln wie die Klimakrise. Mal abgesehen von aktuellen globalen Viruserkrankungen. Während oft gegenseitige Beschuldigungen stattfinden, wollte der Generationtalk Klimakrise! im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast einen anderen Zugang eröffnen. Am vergangenen Dienstag, 10. März wurden Jung und Alt zusammengebracht. Austausch und Dialog standen im Zentrum der Veranstaltung. Die Unerschrockenheit der Jungen traf auf die Weisheit der Alten.

In vielen Dingen unterscheiden sich die 15- bis 20-Jährigen von den über 55-Jährigen. Doch es gibt auch viele Gemeinsamkeiten und generationenübergreifende Hoffnungen und Visionen für unsere Gesellschaft, unser Miteinander und ein gutes Leben für alle. Der Generationtalk Klimakrise! hat genau dort angesetzt. Die knapp 70 Teilnehmenden hörten voneinander, diskutierten miteinander, standen füreinander ein, forderten einander auch durchaus heraus und bauten Vorurteile ab. Die Idee der Veranstaltung, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit direkter Austausch passieren kann, funktionierte auf beeindruckende Weise. Auf diesem Nährboden entstanden viele spannende und lehrreiche Begegnungen in gegenseitiger Wertschätzung und auf Augenhöhe. In Sachen Intensität und Wirksamkeit wurden alle Erwartungen der Kooperationspartner freigeist arbogast, Fridays for Future und Human Vision Filmfestival übertroffen!

Nach einem gemütlichen get-together bei Kaffee, Tee und Croissants und einer kurzen Begrüßung ging es in den großen Saal des Jugend- und Bildungshauses St. Arbogast. Der Tag startete mit Zweiergesprächen von Jung und Alt und vom ersten Moment an, prickelte die Luft. Der Geräuschpegel war, wie auf einem Marktplatz. Die beiden Generationen machten einen Senkrechtstart direkt in die Gespräche. Felderprojekte begleitete den ganzen Tag mit einer rahmengebenden Moderation. Inhaltlich war alles offen, alles durfte gesagt werden, jede/r durfte sich selbst sein, mit seinen/ihren Meinungen und Ansichten. So kamen bereits in einem ersten Beispieldialog unterschiedlichste Beiträge zusammen. Konkrete persönliche Maßnahmen, wie der Verzicht auf Fleisch, aber auch große wirtschaftliche Zusammenhänge und die entsprechenden Herausforderungen. Das alles wurde in einzelnen Dialoggruppen vertieft, wo jede und jeder zu Wort kommen konnte. Anfangs hatten einzelne Teilnehmende noch die Sorge, dass eh alle, die hier mit dabei waren, eine ähnliche Einstellung zu dem Thema hätten. Alle aus der gleichen Bubble sozusagen. Aber trotz des gemeinsamen Interesses am Thema, gab es dann doch auch verschiedene Zugänge. Somit war auch Spannung in den Gesprächen, immer aber mit dem Ziel, Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu schaffen.

Ernte der Erkenntnisse

Nach einem biologischen, regionalen und vegetarischen Mittagessen, für das ein freiwilliger Solidaritätsbeitrag erbracht werden konnte – jede/r gab so viel er/sie konnte – gab es eine erste Ernte der Erkenntnisse des Vormittags. Diese Ernte war, dass jede/r Einzelne einen Beitrag leisten kann und soll. Dass wir in Gruppen, in der Zusammenarbeit und als Kollektiv viel mehr erreichen können. Dass es auch eine politische Verantwortung gibt, die eingefordert werden sollte. Dass Bildung die Grundlage für ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge ist. Dass die Ungerechtigkeit zwischen dem globalen Süden und uns, dem reichen Norden abgebaut werden muss. Dass wir unseren Wohlstand mit viel mehr Dankbarkeit und auch mit viel mehr Genügsamkeit wahrnehmen sollten. Dann ging der direkte Austausch auch am Nachmittag mit voller Kraft weiter. Anhand eines Foto-Matchings, angelehnt an „Meet the Stranger“, kamen Jung und Alt über die Gesichter zusammen und fanden sich dann wieder in den Inhalten. Die besten Sager in der Schlussrunde waren: „So ein Tag zeigt, dass wir nicht allein sind!“, „Steht zu eurem Unmut und bleibt dran!“, „Wir schaffen das nur zusammen, Hand in Hand!“ und „Schauen wir, dass es cool bleibt auf unserer Erde!“.

Damit die Welt cool bleibt
Die Wanderausstellung 40 Jahre Zwentendorf erinnert an Umweltaktivismus in der Vergangenheit.
Die Wanderausstellung 40 Jahre Zwentendorf erinnert an Umweltaktivismus in der Vergangenheit.
Ich habe mich angemeldet, weil mich das Thema interessiert, weil ich mitreden wollte und auch Meinungen von anderen hören wollte. Ich finde es cool, dass der Generationtalk organisiert wurde und so viele Leute gekommen sind, um sich zu beteiligen. Ich habe viele interessante Gespräche geführt und konnte viel lernen. Lisa Ender, 17 Jahre

Ich habe mich angemeldet, weil mich das Thema interessiert, weil ich mitreden wollte und auch Meinungen von anderen hören wollte. Ich finde es cool, dass der Generationtalk organisiert wurde und so viele Leute gekommen sind, um sich zu beteiligen. Ich habe viele interessante Gespräche geführt und konnte viel lernen. Lisa Ender, 17 Jahre

Ich bin als Aktivist und Vertretung von Fridays for future Vorarlberg dabei. Ich bin auch hier, um Fragen zu beantworten zu dem was wir tun. Was ich von diesem Tag mitgenommen habe, ist ganz viel Hoffnung. Es ist schön zu sehen, wie es in allen Generationen Menschen gibt, die für dieses Thema brennen. Alexander Klapper, 18 Jahre

Ich bin als Aktivist und Vertretung von Fridays for future Vorarlberg dabei. Ich bin auch hier, um Fragen zu beantworten zu dem was wir tun. Was ich von diesem Tag mitgenommen habe, ist ganz viel Hoffnung. Es ist schön zu sehen, wie es in allen Generationen Menschen gibt, die für dieses Thema brennen. Alexander Klapper, 18 Jahre

Wir sind heute beim Generationtalk mit der Schulklasse der HTL Bregenz hier und weil mich das Thema Umweltschutz sehr interessiert. Ich habe heute schon sehr viel gelernt, wie die ältere Generation dieses Thema miterlebt hat und wie sich das Ganze entwickelt hat. Jonas Müller, 16 Jahre

Wir sind heute beim Generationtalk mit der Schulklasse der HTL Bregenz hier und weil mich das Thema Umweltschutz sehr interessiert. Ich habe heute schon sehr viel gelernt, wie die ältere Generation dieses Thema miterlebt hat und wie sich das Ganze entwickelt hat. Jonas Müller, 16 Jahre

Je älter ich wurde, umso mehr habe ich mich mit dem Thema Umweltschutz, erneuerbare Energien und Klima befasst. Ich versuche das nicht nur im privaten Leben, sondern das auch beruflich im Bereich Ökostrom umzusetzen. Da ich auch Führungen mache, ist es mir wichtig zu sensibilisieren. Karl Dörler, 64 Jahre

Je älter ich wurde, umso mehr habe ich mich mit dem Thema Umweltschutz, erneuerbare Energien und Klima befasst. Ich versuche das nicht nur im privaten Leben, sondern das auch beruflich im Bereich Ökostrom umzusetzen. Da ich auch Führungen mache, ist es mir wichtig zu sensibilisieren. Karl Dörler, 64 Jahre

Für mich ist es faszinierend, weil mich der Austausch mit den jungen Leuten so interessiert und freut. Dieser Austausch untereinander, sowohl in Einzelgesprächen als auch im Plenum, war sehr spannend, auch weil niemand recht wusste, wie es kommen wird. Ich empfinde diese Veranstaltung als Erfolg. Hildegard Breiner, 83 Jahre

Für mich ist es faszinierend, weil mich der Austausch mit den jungen Leuten so interessiert und freut. Dieser Austausch untereinander, sowohl in Einzelgesprächen als auch im Plenum, war sehr spannend, auch weil niemand recht wusste, wie es kommen wird. Ich empfinde diese Veranstaltung als Erfolg. Hildegard Breiner, 83 Jahre

Den Generationtalk finde ich eine großartige Idee! Die junge Generation soll provokante Fragen stellen und uns auch herausfordern. Ich finde es gut, dass uns da ein Spiegel vorgehalten wird. Umgekehrt höre ich, dass sie staunen, dass sich auch ältere Menschen so sehr für dieses Thema interessieren. Andrea Rüdisser-Sagmeister, 64 Jahre

Den Generationtalk finde ich eine großartige Idee! Die junge Generation soll provokante Fragen stellen und uns auch herausfordern. Ich finde es gut, dass uns da ein Spiegel vorgehalten wird. Umgekehrt höre ich, dass sie staunen, dass sich auch ältere Menschen so sehr für dieses Thema interessieren. Andrea Rüdisser-Sagmeister, 64 Jahre