“Ich möchte einmal Kameramann werden”

Beim “Ich geh mit Tag” blickten über 20 Kinder ihren Verwandten und Bekannten bei Russmedia über die Schulter.
Schwarzach “Wer von euch kennt Game of Thrones?” Kaum hat Kameramann Christian Fasser die Frage gestellt, schnellen fast alle Hände in die Höhe. Dann zeigt der Mitarbeiter von Ländle-TV auf eine große Drohne und verrät: “Mit dieser wurden tatsächlich einige Szenen der Serie gedreht.” Ein staunendes “Wow” geht durch die Gruppe.

Begeistert zeigte sich auch der 14-jährige Leon, Schüler der Mittelschule Haselstauden. “Das Studio gefällt mir richtig gut”, sagt er mit leuchtenden Augen. Schon jetzt weiß er ganz genau, was er später einmal machen möchte: “Ich will Kameramann werden und könnte mir gut vorstellen, hier zu arbeiten.” Auch der 14-jährige Cem ist beeindruckt, als er erfährt, dass die acht mal vier Meter große LED-Wand aus vier Millionen einzelnen LEDs besteht und schon zahlreiche prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Studio waren.

Rund 20 Kinder zwischen zehn und 14 Jahren bekamen beim “Ich geh mit”-Tag zum Vorarlberger Zukunftstag bei Russmedia einen spannenden Blick hinter die Kulissen – und durften ihre Eltern oder Verwandten zur Arbeit begleiten. In ganz Vorarlberg öffneten dieses Jahr knapp 2000 Unternehmen ihre Türen, mehr als 4500 Schülerinnen und Schüler waren mit dabei. Land Vorarlberg, Bifo und Wirtschaftskammer wollen mit dem „Ich geh mit“-Tag jungen Interessierten die Möglichkeit bieten, sich ein Bild von der beruflichen Vielfalt in Vorarlberg zu machen.
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Mit dabei war auch die 13-jährige Noelle aus Lauterach, die ihrem Großonkel Andreas Scalet in der VN-Wirtschaftsredaktion über die Schulter blickte. Die Leidenschaft fürs Schreiben scheint in der Familie zu liegen: “Ich bin die Beste in Deutsch in meiner Klasse und schreibe total gerne Texte”, erzählt die Schülerin der Mittelschule Lauterach stolz. “Ich denke, dieser Beruf würde mir auch Spaß machen.”

Auch die zwölfjährige Emma aus Feldkirch erhielt spannende Einblicke ins Unternehmen. “Mir gefallen eigentlich alle Abteilungen total gut”, sagt sie mit einem Lächeln. Als sie vom Traineeprogramm im Unternehmen erfährt, ist ihr Interesse sofort geweckt: “Vielleicht mache ich das irgendwann, dann kann ich herausfinden, was mir am besten gefällt. Aber die Zeitung finde ich schonmal sehr spannend.”

Wie aus vielen Ideen am Ende eine druckfrische Zeitung wird, zeigte Reinhard Glatz bei einer spannenden Führung durch die Druckerei und den Rollenkeller. Als er verrät, wie viel Papier für eine Ausgabe der VN benötigt wird, staunen die Kinder nicht schlecht. “Acht Rollen – und jede hat eine Länge von rund 20 Kilometern.”

