Das Austria-Cafe ist bald Geschichte. Danach kommt …

Die Würfel bezüglich Übernahme der Gastro-Räumlichkeiten sind gefallen. Obwohl der Stammtisch etwas anderes wollte.
Darum geht’s:
- Christoph Piringer wird höchstwahrscheinlich das Austria-Cafe übernehmen.
- Die Gemeinde bestätigt den Deal bisher nicht offiziell.
- Der neue Wirt plant, vorerst nichts am Austria-Cafe zu verändern.
Lustenau Christoph Piringer (45) – so heißt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jener Wirt, der das gastronomische Erbe des Austria-Cafes im altehrwürdigen Gebäude Kaiser-Franz-Josef-Straße 1 antritt. Während die Gemeinde als künftiger Hauptpächter der Räumlichkeiten des Lokals inklusive der noch in Betrieb befindlichen Büroflächen des SC Austria Lustenau den Deal mit Piringer noch nicht bestätigen will, lässt der Gastronom selbst trotz formaler Zurückhaltung keinen Zweifel mehr daran, dass er nun auch im Dorfzentrum unternehmerisch tätig sein wird.

Die andere Bewerberin
Offen redet der Geschäftsführer der beiden „Vorkoster”-Lokale in Lustenau und Hohenems bereits über seine Pläne in der Lokalität. „Ich würde zuerst alles beim Alten lassen”, betont Piringer. Diese Botschaft richtet er vor allem an die jetzigen Stammbesucher des Austria-Cafes, die sich eine andere Nachfolge wünschen würden. „Die Christine wäre aus unserer Sicht eine perfekte Wirtin”, sagt Hugo Eisele (65), Mitglied des Stammtischs, der sich täglich im Austria-Cafe versammelt. Hofer selbst, die im Austria-Cafe als Kellnerin arbeitet, wäre dazu bereit. „Gerne würde ich es machen. Aber von der Gemeinde habe ich nichts gehört.”
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.
Außengastronomie
Sie dürfte wohl auch nichts mehr hören. Denn Bürgermeister Kurt Fischer (60) dementiert nicht, dass Piringer das Lokal übernehmen wird. „Es ist aber noch nichts unterschrieben”, betont Fischer der Form halber. Einen Gourmet-Tempel wird Piringer aus dem jetzigen Austria-Cafe nicht machen können. Der Bau einer entsprechenden Küche ist nicht geplant und wäre bautechnisch in diesem Gebäude auch sehr schwierig.

Schon jetzt richtet Piringer eine Botschaft an den Stammtisch. „Sie sind willkommen und können dort weiterhin ihr Bier trinken. Ich will keine Hochpreis-Gaststätte an diesem Standort machen.” Was genau er mittelfristig am Standort Kaiser-Franz-Josef-Straße vorhat, sei noch nicht entschieden.
Eines jedoch muss laut Bürgermeister Teil des Konzepts sein. „Eine Außengastronomie an diesem Standort ist etwas, das dazugehören muss. Auch wenn nicht unbedingt Richtung Straße.”