So schaut der neue Großcoup in Lustenaus Gastroszene aus

An der Peripherie des “blauen Platzes” soll bald ein ganz spezielles Angebot entstehen.
Lustenau Erst kürzlich erwarb die Gemeinde Lustenau das Areal der früheren Eni-Tankstelle samt der zwei nördlich gelegenen Gebäude unweit des Lustenauer Zentrums vis-a-vis der Braun-Apotheke. Was tun mit den 2.500 m2 in bester Lage?, fragten sich viele Lustenauer, die das mittlerweile platt gewalzte Grundstück passierten.
Nun, jetzt ist es offiziell: Auf der Fläche der ehemaligen Tankstelle wird ein Kinderspielplatz errichtet, die beiden Gebäude daneben werden gastronomisch genutzt. Und zwar vom Pächter des “Vorkoster” und des “Franz-Josef” im Zentrum, Christoph Pieringer (49).

Deal für den Spielplatz
Am Montag präsentierte Bürgermeister Patrick Wiedl (42) gemeinsam mit Christoph Pieringer exklusiv für die VN die Pläne vor Ort. “Wir haben diese 2.500 m2 im Zentrum Lustenaus ganz bewusst erworben. Sie sollen Teil einer großen Zentrumsentwicklung werden, die natürlich einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen wird”, betont der Bürgermeister.

Für den Spielplatz glaubt Wiedl, einen guten Deal abgeschlossen zu haben. “Wir stellen das Areal zeitlich begrenzt dem Fernwärmebetreiber Kelag für die Baustelleneinrichtung zur Verfügung. Im Gegenzug begrünen sie uns die Fläche für den Spielplatz”, freut sich der Bürgermeister. Bereits im Herbst könnte das Projekt den Kindern zur Verfügung stehen. Aufgelassen wird dann der Spielplatz in der Rotkreuzstraße vis-a-vis des neuen Schulcampus Rotkreuz.

Mediterran und Buschenschank
So rasch wie möglich entwickeln will auch Christoph Piringer sein Gastro-Projekt. Im Haus, in dem einst Sport Hollenstein beherbergt war, soll ein Restaurant mit warmer Küche, Schwerpunkt mediterrane Kulinarik, entstehen. Zusätzlich dazu plant Piringer dort eine Eisdiele. Das stadelähnliche Gebäude dahinter will der Gastronom in einen Buschenschank mit Selbstbedienung verwandeln. Außengastronomie zwischen den beiden Häusern inklusive Gastterrasse vor dem Haupthaus sind als Vervollständigung des Gesamtprojekts vorgesehen. “Der Buschenschank hätte jedoch nur saisonal geöffnet”, ergänzt Piringer. Als Vorbild dafür diene ihm der Betrieb von Josef Möth in Bregenz.

“Vorkoster” noch zwei Jahre
Nicht ganz sicher ist die Zukunft der zwei anderen Betriebe von Christoph Piringer. Den “Vorkoster” am jetzigen Standort gibt es nur noch maximal zwei Jahre. Dann will die Vorarlberger Landesversicherung als Gebäudeeigentümer dieses anderweitig nützen. Piringer möchte den “Vorkoster” so lange es geht gleichzeitig zum neuen Projekt weiter betreiben.

Die Weiterführung des Cafe “Franz Josef” im Ortszentrum ist ebenfalls nicht in Stein gemeißelt. Über Pläne mit dem Lokal will sich der Pächter zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. “Ich habe dort einen flexiblen Pachtvertrag. Wir werden sehen, wie es weitergeht.”

Für sein neues Gastroprojekt vis-a-vis der Braun-Apotheke in der Maria-Theresien-Straße hat Piringer mit der Gemeinde Lustenau einen Pachtvertrag über fünf Jahre abgeschlossen.