Stadttunnel Feldkirch: Fertigstellung der Rampenbrücke steht unmittelbar bevor

Fortschritt beim Stadttunnel Feldkirch: Rampenbrücke in der Felsenau bald offen, der Erkundungsstollen für den Tunnelast Tisis unter der Letze ist fast fertiggestellt.
Feldkirch Die Bauarbeiten am Stadttunnel in Feldkirch machen erhebliche Fortschritte, wie Projektleiter Bernhard Braza in einem aktuellen Auskunftsschreiben mitteilte. Besonders im Portalbereich Felsenau, wo eine neue Radwegunterführung und eine Rampenbrücke – geplant vom renommierten Architekturbüro Marte-Marte – entstehen, sind wichtige Meilensteine erreicht. Mit etwa Halbzeit in diesem Bereich steht die Fertigstellung der Rampenbrücke unmittelbar bevor und wird voraussichtlich noch im Laufe dieses Monats für den allgemeinen Verkehr freigegeben. Die Entwicklungen halten sich laut Braza an den vorgegebenen Zeit- und Kostenplan.


Leiter des Megaprojekts ist Bernhard Braza. VN/RAU
Parallel zu den Arbeiten im Portalbereich Felsenau schreitet auch der Bau des Erkundungsstollens Tisis voran. Nach rund einem Jahr Bauzeit wird hier Mitte November der letzte Abschlag durchgeführt, womit die projektierten 1200 Tunnelmeter erreicht sind (siehe Grafik). Bis Ende Februar 2024 sollen lediglich noch Restarbeiten, wie die Installation von Leitungen, Schächten und die Fertigstellung der Fahrbahn anstehen. Braza zufolge liegt man mit diesen Arbeiten dem Zeitplan sogar zwei Monate voraus und könne sogar Einsparungen bei den Kosten verzeichnen.


Ausschreibung des Haupttunnels
Währenddessen ist auch die Bauausschreibung des Haupttunnels in vollem Gange. Diese wird gemäß dem Bundesvergabegesetz öffentlich und europaweit ausgeschrieben. “Das Ziel ist, das Vergabeverfahren bis Ende 2024 abzuschließen und anschließend mit den Hauptarbeiten zu beginnen”, so Braza.

Kritiker bleiben nicht still
Unterdessen bleiben auch die Kritiker des Mega-Projekts nicht still. Für kommenden Mittwoch, 15. November 2023 um 12.30 Uhr, haben unterschiedliche Plattformen, darunter die Initiative “StattTunnel” und Extinction Rebellion, parallel zur Landtagssitzung eine Demonstration vor dem Landhaus in Bregenz angekündigt. “Ziel ist es, dass viele Menschen mit ihrer Anwesenheit ihr Unverständnis und ihren Unmut über die Verkehrspolitik im Land bekunden. Nein zur Tunnelspinne, nein zur S18”, heißt es etwa auf der Website der Initiative “Mobilitätswende – JETZT”.
303 Millionen Euro
An den erwarteten Kosten von rund 303 Millionen Euro beteiligen
sich das Land Vorarlberg (248 Millionen Euro), der Bund (40 Millionen Euro), die Stadt Feldkirch (12 Millionen Euro) und Illwerke vkw (3 Millionen Euro). Laut UVP-Bescheid muss der Stadttunnel im Jahr 2030 fertiggestellt sein.