Bregenz hat jetzt eine Königin

Am Freitag startete das Frühlingsfest und hatte eine Überraschung parat.
Bregenz Das Bregenzer Frühlingsfest ist am Freitag gestartet. Um 14 Uhr ging es los, und sofort strömten die Besuchermassen auf den Parkplatz West neben dem Fußballstadion. Kein Wunder, es gibt eine neue Attraktion.
“Bregenz hat jetzt eine Königin.” Mit dieser feierlichen Verkündung eröffneten die Veranstalter Susanne Fessler und Ewald Böhler das Frühlingsfest. Gemeint ist damit das neue Riesenrad, die Attraktion auf dem Gelände. Es ist 35 Meter hoch und hat 24 Kabinen mit je sechs Plätzen. Nur das Soundsystem fehlt noch. Das mobile Riesenrad ist nämlich komplett neu und hat in Bregenz seinen ersten Einsatz.

Wie es dazu kam? “Der eigentlich eingeplante Schausteller hat im Februar sein Riesenrad verkauft”, berichtet Fessler. Eine Katastrophe drohte, Hilfe musste her. Ein Freund der Schausteller-Familie aus den Niederlanden hatte gerade ein Riesenrad im Bau. Er versprach: “Wenn es rechtzeitig fertig wird, kommt es aus den Niederlanden direkt nach Bregenz.”

Und tatsächlich wurde es fertig. Der Niederländer brauchte aber einen Partner, der sich um den Betrieb kümmert. “Und den Teil übernehmen wir”, sagt Fessler. Üblich ist es in der Branche zudem, dass neue Geschäfte getauft werden. Die 56-Jährige schlug den Namen “Königin von Bregenz” vor, und der Freund fand ihn toll.
Fester Standort in der Diskussion
Wo das Riesenrad nach dem Frühlingsfest hinkommt, ist noch unklar. “Wir sind für alles offen”, sagt Fessler. “Es wäre toll, wenn es im Land bliebe.” Bregenz’ Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) kam auch zur Eröffnung und machte sogar Hoffnung, dass das Riesenrad einen dauerhaften Standplatz am Bodensee bekommt. “Ich habe schon zwei Runden gedreht, der Ausblick von ganz oben ist super, und es erinnert mich ans London Eye in klein, Bregenz ist ja auch kleiner als London”, erzählt er und ergänzt: “Aber das wäre schon eine Attraktion, wenn es länger stehen würde.” Derzeit würden die Gespräche dazu laufen.

Auch ansonsten zeigte sich der Bürgermeister einmal mehr begeistert vom Frühlingsfest. “Es ist jedes Jahr ein Gewinn, die Besucherzahlen bestätigen das, und ich glaube, es ist ein Anziehungspunkt, der für Bregenz dringend notwendig ist.”

“Es ist heuer wieder nur das Beste geboten”, verspricht Susanne Fessler. Neben schnellen Karussells, einer rasanten Schaukel und dem Wellenkarussell für Nostalgiker gibt´s zum Beispiel auch eine Geisterbahn, ein Bambini-Land für die Kleinsten sowie die klassischen Buden. Dabei ist das Angebot leicht verändert im Vergleich zum vergangenen Jahr.
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Die Preise hat der Schausteller-Betrieb Böhler allerdings nicht erhöht. Anders sieht es bei den Schausteller aus dem Ausland aus. “Die haben mit ihren riesigen Anlagen höhere Unkosten, dazu kommen die gestiegenen Energiekosten. Da hat es eine Preiserhöhung gegeben”, erklärt Fessler. Dabei gehe es aber nicht um Euros, sondern eher 50 Cent pro Fahrt.

Dafür gibt es wieder spezielle Rabatt-Tage: Am Dienstag kosten alle kleinen Fahrgeschäfte bis zum Autoscooter einen Euro und alles andere zwei Euro pro Fahrt. Am Freitag ist Familientag mit ermäßigten Fahrpreisen. Geöffnet hat das Frühlingsfest am Wochenende und an Christi Himmelfahrt von 11 bis 23 Uhr. An Werktagen ist es von 14 bis 23 Uhr geöffnet. Weitere Besonderheiten sind der Schausteller-Gottesdienst diesen Sonntag und das große Feuerwerk am nächsten Samstag.