Wie Tausende Narren für Stimmung in Feldkirch sorgen

Bei strahlendem Sonnenschein sammelten sich zahlreiche Faschingsgruppen zum Umzug in der Montfortstadt.
Feldkirch Sonntagnachmittag, Schauplatz Feldkircher Altstadt: Pünktlich um 13.30 Uhr hallt der Startschuss für den größten Faschingsumzug des Landes durch die Gassen der Altstadt. Über 70 Gruppen beziehungsweise fast 3000 närrische Teilnehmer sind nach zweijähriger coronabedingter Pause wieder mit dabei. Und Tausende Zuschauer mit und ohne Narrenkostüm haben sich auch diesmal in den Straßen versammelt, um das farbenfrohe Spektakel rund um ideenreiche Kostüme, musikalische Klänge und Showeinlagen zu bestaunen.


Nach der Corona-Pause freuen sich alle wieder über das Faschingstreiben in den Straßen. “Das wird jetzt alles mehr geschätzt, nachdem der Fasching einfach nicht mehr selbstverständlich war”, sagt etwa Nicole vom Tanzverein Bürs. “Es ist einfach nur schön, sich wiederzusehen und wiederzutreffen”, meint Sabine von den Narrakarrazücher Altenstadt und fügt hinzu: “Man spürt, dass der Fasching allen gefehlt hat.”



Der Zug der Teilnehmerinnen und Teilnehmer reicht wie gewohnt bis zum Landesgericht zurück. Im Wagen mit der Startnummer eins rollen die Spältabürger beziehungsweise Graf Rudolf der IX. mit seinem Gefolge vorweg. Während der Fahrt winkt er mit jenem Schlüssel, der traditionell bei der Machtübernahme beim Rathausempfang eingefordert wird.
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Während der traditionelle Fasnatruf “Spälta, Spälta, Hoch” der Narren aus der Montfortstadt erschallt, zaubern der Graf und die Spältabürger den Umzugsgästen traditionell mit Zuckerle, die sie von ihrem Gefährt in die Masse werfen, ein Lächeln auf das Gesicht.

Dem Grafen und den Spältabürgern folgen die Ersatzschränzer und auch schon die Klänge der ersten Guggenmusik erschallen. Es sind die “Rhii-Jooli” aus der Schweiz, die mit ihren weinroten Kostümen, dreieckigen Hüten und jeder Menge Instrumenten für Stimmung sorgen.


Durch die Gassen ziehen närrische Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Vorarlberg, Liechtenstein, der Schweiz und Tirol. Gezogen von einen Traktor sorgen unter anderem die Waldhexen Meiningen mit “Bammile, Bammile – Ho” und ihrem holzverkleideten beziehungsweise geschindelten Wagen für Stimmung.




Eine der größten Gruppen hat sich aus Bürs in die Montfortstadt aufgemacht. Im König-der-Löwen-Outfit sorgt dabei eine rund 50-köpfige Tanzgruppe bei der dazugehöriger Musik mit ihrer Choregrafie für Applaus in den Gassen.
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Die Umzugstrecke führt die Gruppen durch die Altstadt bis zur Narrenmeile in die Neustadt. Hier sorgten die Narren nach dem Umzug weiter für Stimmung und feierten ihre Hochsaison.
