Patientenversorgung trotzte der Pandemie

Vorarlberg / 03.11.2022 • 05:30 Uhr
Auch medizinische Erfolge waren in den Landesspitälern zu verzeichnen. KHBG/Mathis
Auch medizinische Erfolge waren in den Landesspitälern zu verzeichnen. KHBG/Mathis

KHBG-Geschäftsbericht liefert für 2021 beeindruckende Zahlen.

Feldkirch Corona hat die Landeskrankenhäuser auch im vergangenen Jahr stark gefordert. Trotz der Einschränkungen, die die Pandemie mit sich brachte, wurden 77.000 Patienten stationär behandelt sowie 510.000 Ambulanzfrequenzen registriert. Der Gesamtumsatz belief sich auf 499,8 Millionen Euro (plus 4,6 Prozent), davon entfielen 316 Millionen Euro (plus 3,4 Prozent) auf Personalkosten. Corona trieb auch den Materialaufwand in die Höhe. So mussten etwa für Schutzausrüstung und Reagenzien für PCR-Testungen 112,6 Millionen Euro berappt werden, um 4,5 Prozent mehr als im Jahr davor. Ein Beispiel: Allein im vergangenen Jahr waren 320.000 Antigentests zu beschaffen.

Projekte abgeschlossen

Gleichzeitig gelang es trotz aller Widrigkeiten, wichtige Projekte abzuschließen. So ging am LKH Feldkirch die neue Makula-Ambulanz in Betrieb, wo nun jährlich 5000 Eingriffe zur Behandlung der feuchten Makula-Degeneration durchgeführt werden. Ebenfalls zu Ende gebracht wurde die Generalsanierung der Bettenstation im LKH Bludenz sowie die Planungsarbeiten für den Neubau der Erwachsenenpsychiatrie am LKH Rankweil, wobei der erste Bauabschnitt bereits im Werden ist. Mit einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro zählt es zudem zu den größten Hochbauprojekten des Landes. Ebenso wurde die Schwerpunktsetzung der medizinischen Fächer weiterbetrieben. 

Beim Landeskrankenhaus Rankweil wurde mit den ersehnten Bauarbeiten begonnen.
Beim Landeskrankenhaus Rankweil wurde mit den ersehnten Bauarbeiten begonnen.

Starker Zusammenhalt

Die Geschäftsführer der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), Gerald Fleisch und Peter Fraunberger, bilanzieren jedenfalls zufrieden: „Die Vorarlberger Landeskrankenhäuser sind funktions- und leistungsfähig und auch in schwierigen Pandemiezeiten durchgehend für Patienten da.“ Als wesentlichen Meilenstein für den Erfolg wird der starke Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft genannt. „Die Pandemie hat erneut alles überschattet. Nicht nur mussten die coronabedingten Verschiebungen von Behandlungen und Operationen aus 2020 nachgeholt werden, waren wir auch durch Coronawellen sehr in unserer Leistungsfähigkeit eingeschränkt“, führen die KHBG-Direktoren im Geschäftsbericht 2021 aus und loben explizit den „unglaublichen Einsatz der Mitarbeitenden“. Ohne die Motivation aller wäre die bestehende hochqualitative Gesundheitsversorgung nicht aufrechtzuerhalten gewesen. Die Landeskrankenhäuser erbringen mehr als 80 Prozent der spitalsmedizinischen Leistungen. Dazu gehören unter anderem 41.900 operative Eingriffe.

Das Landeskrankenhaus bekam im vergangenen Jahr einen neuen Computertomografen.
Das Landeskrankenhaus bekam im vergangenen Jahr einen neuen Computertomografen.

Die Landeskrankenhäuser in Zahlen

4991 Mitarbeitende

830 Ärztinnen und Ärzte

2209 Pflegepersonen

72 Prozent Frauenanteil

48 Prozent Teilzeitkräfte

500.000 Patientenkontakte

1540 Betten

2900 Geburten

34,6 Millionen Investitionsbudget

226.721 PCR-Nachweise erbracht