Dornbirner Rote pochen auf Schlachthof-Ende

Vizebürgermeister Fäßler verärgert über Gedankenspiele.
Dornbirn Ein Drittel aller Rinder, die in Vorarlberg geschlachtet werden, landen auf der Schlachtbank in Dornbirn. Ende des Jahres schließt der Schlachthof seine Pforten. Bis jetzt ist nicht klar, wie eine Nachfolgelösung aussieht. Eines ist jedoch gewiss: Anfang des kommenden Jahres wird es noch keine geben. ÖVP-Mandatar Bernhard Feuerstein brachte kürzlich in den VN die Möglichkeit ins Gespräch, noch einmal mit der Stadt Dornbirn zu verhandeln, damit dort doch noch etwas länger geschlachtet werden kann. Aus der Messestadt folgt nun Protest. Vizebürgermeister Markus Fäßler von der SPÖ betont: “Die Vorstellung, dass der Schlachthof Dornbirn um weitere Jahre verlängert wird, ist für die Dornbirner SPÖ undenkbar.” Die Fläche beim Bahnhof sei wichtig, um das ganze Gebiet weiterzuentwickeln.
Lange bekannt
Er verweist auf den Beschluss der Stadtvertretung im Dezember 2015. Damals gestand die Stadt den Betreibern zu, den Betrieb bis Ende 2021 fortführen zu können. “Den Verantwortlichen im Land und bei der Landwirtschaftskammer waren diese Termine sehr wohl bekannt. Deshalb ist es für uns unverständlich, dass bis heute eine Lösung, einen anderen Standort im Land zu finden und einen Landesschlachthof zu errichten, verschlafen wurde”, ärgert sich Fäßler. Das Land habe die Zeit bis jetzt einfach verstreichen lassen. Die Landesregierung müsse rasch eine Lösung finden, um Tiertransporte zu vermeiden und Schlachten in der Region zu ermöglichen.

Dornbirns Vizebürgermeister Markus Fäßler (SPÖ).
Wie die VN berichteten, gibt es Schwierigkeiten beim geplanten Kooperationsprojekt bei Walser in Meiningen. Die Landesregierung konnte noch keine Möglichkeit finden, wie mit einem privaten Anbieter wettbewerbsrechtlich einwandfrei zusammengearbeitet werden kann.