Wolfgang Bauer und die Erfolgsgeschichte des Abenteuer-und Sportcamps

Seit 27 Jahren bietet der HAK-Lehrer in den Sommerferien für Kinder und Jugendliche ein tolles Freizeitprogramm.
Lustenau Ein Lehrer schaltet gewöhnlich ab der zweiten Juliwoche erleichtert in den Ferienmodus. Das spielt sich bei Wolfgang Bauer nicht. Im Gegenteil. Für ihn bricht dann eine Zeit an, in der er volles Programm fährt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der 54-Jährige veranstaltet von Ferienbeginn weg für fünf Wochen sein Sport- und Abenteuercamp, das im ganzen Land mit einem breitgefächerten Angebot bis zu 2000 Kinder und Jugendliche in seinen Bann zieht.
Alle Pläne schnell belegt
Heuer ist sein Unternehmen nach dem coronabedingten Totalausfall im Vorjahr besonders gefragt. “Am 1. April startete heuer die Anmeldefrist für das diesjährige Camp. In wenigen Stunden waren schon alle 1850 Plätze vergeben.” Die Kinder sind hungrig nach Sport und Abenteuer. Und die Eltern sind froh, wenn sie ihnen das ermöglichen können.

Das Angebot, das der HAK-Lehrer und sein Team bieten können, lässt keine Wünsche übrig. Da gibt es Piratenfangen, Tischtennis, einen Dancing-Stars-Wettbewerb ebenso wie Handball, Frisbee, Fliegender Holländer, Staffelspiele oder Dschungelvölkerball.
In England entdeckt
Das Abenteuer mit dem Abenteuercamp begann für den Bruder des Poolbar-Festivalleiters Herwig Bauer Anfang der 90iger. Der damalige Lehramtsstudent für Englisch und Sport entdeckte in Südengland ein Feriencamp für Kinder und Jugendliche. Davon begeistert begann er mit einem ähnlichen Projekt in Feldkirch. Unterstützt von den damaligen Stadträten Ilse Berktold und Wilfried Schratz, versammelte er 40 Kinder zu Sport und Spiel um sich.

Das Abenteur-und Sportcamp wuchs und entwickelte sich immer mehr zu einem Magneten für die jungen Kunden. “Bald klopften die Städte Bregenz und Bludenz bei mir an, das Camp breitete sich im ganzen Land aus.”
Vorbild Mama
Seinen Tatendrang begründet Bauer mit seinem familiären Umfeld, das ihn schon als Jugendlichen inspirierte. “Meine Eltern waren immer sehr umtriebige Leute, stets voll aktiv und unternehmungslustig. Meine Mama gibt ja heute noch mit 78 Jahren Kurse in Musikgymnastik.” Mit seinen sechs Camps pro Woche, und das in den Sommerferien fünf Wochen lang, kann sich Bauer ebenfalls nicht über Langeweile beklagen. Die gab es für ihn nur im letzten Jahr. Als Corona ihn so wie viele andere zur Untätigkeit verdammte.
Wolfgang Bauer
Geboren 25. März 1967
Wohnhaft in Feldkirch
Beruf: Lehrer
Familie: verheiratet, zwei Kinder
Hobbys: Fußball, Konzerte
Lieblingsspeise: Käsknöpfle