Das sind die Ergebnisse des Klima-Bürgerrats

Bürgerrat diskutierte zahlreiche Forderungen und Fragen.
Bregenz Was innerhalb von zwei Tagen möglich ist, zeigt der Bürgerrat zum Klimaschutz, der am vergangenen Wochenende über die Bühne ging. 21 Teilnehmer trafen sich am Freitag und am Samstag, um über die Herausforderungen im Klimaschutz zu diskutieren. Am Dienstagabend präsentierten sie die Ergebnisse, und die sind umfangreich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer legten den Fokus auf folgende Punkte und stellten einiges fest. So müssten zum Beispiel die Lebensgrundlagen für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben. Außerdem sei das Thema Umwelt/Klima in der breiten Bevölkerung noch zu wenig präsent. Es gelte, den Menschen die Auswirkungen näherzubringen.
Um alle gesellschaftlichen Gruppen zu erreichen, müssen die gesellschaftliche und die wirtschaftliche Ungleichheit verringert werden. Derzeit sei Klimaschutz nämlich ein Thema privilegierter Gruppen. Deshalb sei die Frage zu stellen: “Wie erreichen wir Bevölkerungsgruppen, die nicht hier sind?”
Des Weiteren fordern die Teilnehmer, dass erneuerbare Energieträger forciert werden und die Landesgrünzone nicht verringert wird. Außerdem müsse die Perspektive von Umwelt und Natur auf der einen Seite und Wirtschaft auf der anderen Seite in Balance gebracht werden. “Die Politik sollte auch wirtschaftliche Branchen mit einbeziehen, die von selbst kein Interesse an Klimaschutz zeigen oder keine Abstriche machen wollen (zum Beispiel Skitourismus)”, heißt es in den Ergebnissen weiter.
Revitalisierung von Altbestand sollte attraktiver sein als neu zu bauen, und die Probleme hierzulande sollten nicht in andere Länder verschoben werden (zum Beispiel Mülltouismus oder E-Mobilität). Energieautarke Gebäude und Gemeinden müssten gefördert werden.
Die Ergebnisse werden nun einer Resonanzgruppe mit Akteuren aus dem Klimabereich überreicht. Sie überprüft die Vorschläge auf Umsetzbarkeit und setzt weiterführende Maßnahmen. Anschließend erhalten die Teilnehmer eine schriftliche Rückmeldung, wie die Ergebnisse verwertet werden. Eine Teilnehmerin schwärmte: „Die wertschätzende Atmosphäre, in der alles galt und nichts ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ war, war sehr förderlich für die Zusammenarbeit. Es stand nicht der eigene Beitrag, sondern das Gemeinsame im Mittelpunkt.“