Warum sich Elmar Luger der Jugend verpflichtet fühlt

Der Leiter der Dornbirner Jugendwerkstätten wurde mit seinem Team schon öfter ausgezeichnet.
Dornbirn Erst kürzlich durfte der Dornbirner Elmar Luger (51) stellvertretend für das Sozialunternehmen Dornbirner Jugendwerkstätten das Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung entgegennehmen. Für den Vater zweier Kinder gehören solche Ehrungen bereits zur willkommenen Routine. Immer wieder wird die Institution, die Jugendlichen mit problematischem Hintergrund Arbeit und Halt gibt, ausgezeichnet. “Wir bieten 150 jungen Menschen für bestimmte Zeit Arbeit, Einkommen und Schulungen . Wir versuchen, sie für den freien Markt fit zu machen”, erklärt Luger Sinn und Zweck seines beruflichen Tuns im Sozialunternehmen der Stadt Dornbirn.

Seit dem Start dabei
Seit Gründung der Jugendwerkstätten im Jahre 1995 steht der bei der Stadt angestellte Dornbirner der Einrichtung vor. “Mit Jugendlichen hatte ich aber schon vorher ehrenamtlich zu tun. Ich war in der kirchlichen Jugendarbeit tätig, ebenso beim Roten Kreuz und als Nachwuchstrainer beim SC Luger Hatlerdorf”, listet Luger seine vielfältigen Referenzen auf.
Jugendliche sind für den Hobbysportler viel mehr als Beruf und Geschäftspartner. “Die Jugendlichen sind der Seismograf für unsere Gesellschaft. Sie verkörpern Entwicklungen der Zukunft, sie halten uns stets einen Spiegel vor.”

Er liebt seinen Job
Viel lieber als von Jugend und Zukunft redet Luger jedoch von Jugend und Gegenwart. “Für Erwachsene hat Zukunft eine andere Bedeutung als für Jugendliche. Die leben voll und ganz in der Gegenwart. Und genau dort sind wir verpflichtet, ihnen beizustehen.” Diese Möglichkeit hat Luger in seinem Job. “Und dafür bin ich dankbar. Weil das eine tolle Aufgabe ist, bei der man durch konkretes Handeln Positives bewirken kann.” Die Beisterung für seine Tätigkeit ist allgegenwärtig. Es sprudelt nur so aus ihm heraus, wenn er darüber erzählt, was bei den Jugndwerkstätten alles passiert und wem er dafür dankbar ist: “Die Stadt, das Land, private Firmen: Sie geben uns Aufträge und sorgen dafür, dass wir auch in Coronazeiten unsere Schützlinge beschäftigen können. Darüber sind wir wirklich froh.”
“Ich bin dankbar für meinen Beruf. Ich kann durch konkretes Handeln Positives bewirken.“
Elmar Luger, Jugendwerkstätten Dornbirn
Gladbach-Fan
Seine Ausgeglichenheit holt sich der Hatler zuhause bei seiner Familie. Der Vater zweier Töchter genießt die Harmonie im Kreise seiner Liebsten. Dazu gehören auch Tiere. Über zwei Dutzend Kaninchen und zwei Schildkröten nennt der Hobby-Kleintierzüchter sein eigen. Um diese kümmern sich freilich alle im Hause Luger. Dazu gehören auch seine Eltern.

Und dann ist da auch noch Borussia Mönchengladbach. Luger ist ein glühender Anhänger des mehrfachen deutschen Meisters, der in den 70er-Jahren den europäischen Fußball prägte. “Ich habe beste Beziehungen zum Verein und fahre mit meiner Familie öfter nach Gladbach”, erzählt er nicht ohne Stolz.
Elmar Luger betreibt Ausdauersport, macht Dauerläufe und ist Stammgast am Karren. Leider sind seine sportlichen Aktivitäten derzeit stark eingeschränkt. “Ich habe im Dezember einen komplizierten Bruch erlitten, der mir noch längere Zeit zu schaffen machen wird.” Aus der Bahn werfen lässt sich Optimist Elmar dadurch nicht.
Elmar Luger
Geboren 2. Juli 1969
Beruf Stadtbediensteter in Dornbirn
Wohnort Dornbirn
Familie verheiratet, zwei Töchter
Hobbys Kleintierzucht, Sport
Lieblingsspeise Kaiserschmarren