Neuer Rekord bei verkauften Öffi-Jahreskarten.

Vorarlberg / 18.07.2020 • 07:00 Uhr
Neuer Rekord bei verkauften Öffi-Jahreskarten.
Bürgermeister Roman Kopf, Landesrat Johannes Rauch und VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand präsentierten am neuen Busterminal am Bahnhof Feldkirch die Jahresbilanz 2019. VLK

Verkehrsverbund Vorarlberg mit positiver 2019er-Bilanz und optimistischem Ausblick auf das restliche Jahr.

Feldkirch Der Vorarlberger Verkehrsverbund zog an einem symbolträchtigen Ort seine Jahresbilanz 2019. Am neuen Busterminal des Feldkircher Bahnhofs, einem “Bahnhof der Zukunft” wie Landesrat Johannes Rauch betonte. Die Zahlen, die Rauch gemeinsam mit Verkehrsverbund-Vorarlberg-Geschäftsführer Christian Hillbrand präsentierte, waren durchaus erfreulich. Auch 2019 wurde der Verkauf von Maximo-Jahreskarten weiter gesteigert, mittlerweile nutzen 75.529 Vorarlberger das Angebot, landesweit und teilweise über die Grenze Bus und Bahn zu nutzen. Millionen Kilometer werden so karbonarm zurückgelegt. Über 130 Millionen Euro kostete das 2019, davon kamen knapp 50 Millionen Euro via Ticketverkäufe und Schülerfreifahrten wieder herein. Den Rest teilen sich Bund, Land und Gemeinden zu etwa je einem Drittel auf. Eine gute Investition, ist Landesrat Rauch überzeugt: “Um den Klimaschutz zu stärken, lohnt es sich, in den öffentlichen Verkehr zu investieren. Nur ein überzeugendes Angebot von Tür zu Tür ohne Wartezeiten und mit Anschlusssicherheit schafft Nachfrage und kann letztlich für die notwendige Trendwende sorgen.” Auch Roman Kopf, Bürgermeister von Sulz und Obmann des Gemeindeverbands Landbus Oberes Rheintal gibt für den Öffentlichen Verkehr gerne Geld aus: “Leistbare und umweltbewusste Mobilität ist längst zu einem entscheidenden Faktor für die Standort- und die Lebensqualität in Vorarlberg geworden.”

Jahreskartenkunden bleiben treu

Der Coronalockdown hat sich natürlich bemerkbar gemacht. Mittlerweile nutzen rund 60 Prozent der Kunden wieder Bus und Bahn. Bemerkenswert sei, dass die Jahreskarten durchwegs verlängert wurden, die Vorarlberger wollen also dem Öffentlichen Verkehr treu bleiben. Ab Herbst, glaubt GF Hillbrand, könne man wieder normale Zahlen erreichen. Dann würden wieder alle Schüler das Angebot nutzen. “Ab 2021 wollen wir dann wieder an die Steigerungsraten der Vorjahre anschließen”, richtet Hillbrand den Blick nach vorne und kündigt ein vielfältiges Maßnahmenpaket an.

Es wird auch weiter investiert werden. Aktuell wird beispielsweise mit der ÖBB-Infrastruktur GmbH über das Vorziehen von Erneuerungsprojekten bei Bahnhöfen verhandelt, erklärt Rauch beim Pressegespräch. “Das hilft auch der heimischen Bauwirtschaft”, ist der Landesrat überzeugt. Zudem werden noch heuer an den Bahnhöfen Rankweil und Hohenems Radboxen installiert, die online gebucht werden können. 2021 sollen außerdem weitere E-Busse angeschafft werden, die ersten vier, die seit einigen Monaten im Linienverkehr unterwegs sind, haben sich bewährt.

Maskenpflicht besteht weiter

Johannes Rauch begrüßte im Rahmen der Pressekonferenz auch, dass in den Zügen der ÖBB ab Montag, 20. Juli, die Schaffner bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht auch Strafgelder kassieren können. Beim Verkehrsverbund Vorarlberg werde derzeit geprüft, wie man eine Anpassung vornehmen könne, die das auch hier ermöglichen würde. “Es besteht weiter Maskenpflicht”, betont Rauch. “Wenn in Wien in der U-Bahn über 90 Prozent die Maske tragen, dann sollten wir das auch schaffen”, appelliert er an die Fahrgäste. “Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen”, hält er in letzter Konsequenz auch Strafen für das richtige Mittel.