Fahrplanwechsel – Ab jetzt schneller mit Bus und Zug

Vor allem im Walgau, dem Großen Walsertal, im Montafon und im Unterland wird es Verbesserungen geben.
Darum geht’s:
- Fahrplanwechsel am 14. Dezember.
- Kosten belaufen sich auf rund 6 Millionen Euro.
- Preiserhöhungen durch Indexanpassung, nicht Fahrplanwechsel.
Von Katja Grundner
Frastanz Die Fahrt mit Zug und Bus wird noch schneller – so lautet das Versprechen der Mobilitätsplattform VMOBIL. Ermöglicht wird das durch einen Fahrplanwechsel am 14. Dezember. Vor allem im Walgau, dem Großen Walsertal, im Montafon und im Unterland wird es Verbesserungen geben. „Langfristig wollen wir, dass man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schneller ist, als mit dem Auto“, sagt der Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Vorarlberg, Christian Hillbrand, bei der Pressekonferenz am Freitag am Frastanzer Bahnhof.
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Änderungen Walgau und Montafon
Neben neuen Verbindungen wird es auch abgeänderte Fahrtstrecken geben, die bessere Anschlüsse ermöglichen werden. Der Ausfall einer Station kann für Einzelne durchaus eine Verschlechterung mit sich bringen. „Wir achten dabei auf Kapazität und Auslastung. Wenn eine Station oder Linie drei Jahre lang nicht gut genutzt wird, braucht es andere Routen“, erklärt Hillbrand.

Insgesamt führt der neue Fahrplan aber zu zahlreichen Verbesserungen. Wer etwa im Gewerbegebiet von Satteins arbeitet und aus Hohenems anreist, benötigte bisher fast eine Stunde – mit der neuen Linie 540 gelingt das nun in rund 30 Minuten. „Ein Autofahrer darf da keinen Stau haben, um das auch zu schaffen.“

Generell wird es im Walgau die größten Neuerungen geben. Zum Beispiel wird das bestehende Angebot der Linie 530 durch die zusätzlichen Linien 521, 531, 551 und 561 erweitert. Die Gemeinden der Hang- und Bergregionen Dünserberg, Schnifis, Amerlügen und Gurtis werden mit einem verbesserten Angebot in der Frühspitze besser angebunden. Für die Fahrgäste aus Brand wird es eine neue Expressanbindung bei der Linie 580 in Richtung Bludenz und eine Zeitersparnis von rund 10 Minuten geben. Für Pendelnde aus dem Innermontafon in Richtung Rheintal bietet die neue Expresslinie 651 von Partenen über Tschagguns einen schnellen Anschluss an die S4 in Kaltenbrunnen.

Unterland, Oberes Rheintal und Bregenzerwald
Mit der Einführung neuer Linien entstehen auf den Hauptachsen Dornbirn–Lustenau, Dornbirn–Hohenems sowie Dornbirn–Wolfurt 10-Minuten-Takte. Und mit der neuen Linie 182 von Götzis über Altach, Hohenems nach Dornbirn werden Fahrgäste aus Altach mit dem Zuganschluss in Hohenems zwölf Minuten schneller sein.

Feldkirch und die Gemeinde Ruggell in Liechtenstein werden künftig durch die neue grenzüberschreitende Buslinie 414 im Halbstundentakt verbunden. Sie ersetzt die bisherige Pendlerlinie 36E. Außerdem wird es durch die Wiedereröffnung der Kapfschlucht in Feldkirch zusätzliche Angebote geben. Im Bregenzerwald entstehen mit Fahrplanwechsel drei neue Direktverbindungen.
Finanzieller Aufwand
Die Kosten für den Fahrplanwechsel belaufen sich laut Hillbrand auf ungefähr 6 Millionen Euro. „Die Kostenaufteilung ist komplex, aber sehr vereinfacht gesagt, werden ungefähr 60 Prozent von Bund, Land und Gemeinden getragen. Die restlichen 40 Prozent entfallen auf die Fahrgäste“, sagt Hillbrand. Dabei meint er jedoch keine Teuerung, sondern, dass man durch das bessere Angebot eine höhere Nachfrage erhofft, beziehungsweise erwartet. „Die Ticketpreise werden sich im neuen Jahr zwar erhöhen, aber das hat nichts mit den Fahrplanänderungen, sondern mit der üblichen Indexanpassung zu tun.“ Die meisten Tickets werden um sechs Prozent teurer. Die Jahreskarte hingegen um drei Prozent.
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Generell kann man auch in der VMOBIL-On-App mit Neuerungen rechnen: Zum Beispiel wird man damit den Nachtrufbus Yoyo und das Sammeltaxi „go&ko“ buchen können.
(VN)