Freibäder im ganzen Land in Warteposition

Vorarlberg / 16.04.2020 • 11:00 Uhr
Freibäder im ganzen Land in Warteposition
Wann kann der Badespaß losgehen? Daria aus Feldkirch hofft, dass sie in der heurigen Badesaison nicht völlig auf dem Trockenen sitzen muss. VN/LERCH

Die Vorbereitungen sind dennoch wie gewohnt angelaufen.

Schwarzach Es ist so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz: Im Mai beginnt die Freibadsaison. Heuer ist alles anders. Seit Mittwoch steht fest, dass die Bäder auch nach dem 1. Mai geschlossen bleiben. Das Problem seien die Ein- und Ausgänge. “Beim Baden sind auch viele Kinder betroffen, wenn man sich das so überlegt, dann strömen bei Badeschluss alle zum Ausgang“, begründet Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Ganz ins Wasser gefallen ist der Badesommer demnach aber noch nicht. “Wir arbeiten daran, dass das später noch geht”, verspricht Kogler.

Beim neuen Lochauer Strandbadgebäude ist der Innenausbau so gut wie abgeschlossen. Demnächst sollen die Außenanlagen in Angriff genommen werden. <span class="copyright">VN/Paulitsch</span>
Beim neuen Lochauer Strandbadgebäude ist der Innenausbau so gut wie abgeschlossen. Demnächst sollen die Außenanlagen in Angriff genommen werden. VN/Paulitsch

Für das Lochauer Strandbad wäre es die erste Saison im neuen Kleid. Das alte Hauptgebäude wurde im Herbst abgerissen. Die Fertigstellung des Neubaus ist bis zum ursprünglich geplanten Eröffnungstermin am Muttertag (10. Mai) geplant. Auch ansonsten ist man mit den Vorbereitungen auf Kurs. Laut Bademeister Werner Kohler wurden die Zäune auf der Seite erneuert und die Floße, deren Ketten durch einen Sturm im März gerissen sind, wieder sicher verankert. “Links und rechts vom Gebäude wird gefräst und angesät, weil letztes Jahr durch das Hochwasser die halbe Anlage kaputtgegangen ist. Dort wo das Gebäude steht, kommt bis zum Steg ein neuer Rollrasen hin”, ergänzt er.

Im Walgaubad in Nenzing, das eigentlich seit Ostermontag geöffnet sein sollte, will man ebenfalls gerüstet sein. “Sollte irgendwann einmal die Meldung kommen, dass man aufmachen darf, dann haben wir eine Vorlaufzeit von zwei, drei Tagen”, berichtet Geschäftsführer Oliver Tschabrun. Durch die Quarantäne seien er und seine Mitarbeiter mit der Reinigung der fünf Becken zwar etwas in Verzug, bis Ende April sollten aber auch diese Arbeiten abgeschlossen sein. Tschabrun hofft, dass es spätestens mit Ferienbeginn grünes Licht gibt. “Wir hätten jetzt sicher schon einen Umsatz von 70.000 bis 80.000 Euro gehabt. Aber es ist halt heuer so“, merkt er etwas wehmütig an.

Warten auf das Okay

In den Rheinauen sind die Grünanlagen soweit parat und die Reparaturen abgeschlossen. Jetzt fehlen eigentlich nur noch die Becken. “Da warten wir jetzt auf das Okay. In drei Wochen hätten wir zumindest drei Becken ausgelassen, gereinigt, neu befüllt und auf Betriebsschwimmtemperatur gebracht”, erläutert Geschäftsführer Ewald Petritsch. Auch in Bregenz ist das, was gemacht werden muss, erledigt. Derzeit wird vor allem der See im Auge behalten. “Bei uns im Strandbad ist die Besonderheit, dass die Becken nicht betoniert sind. Wenn der Druck von unten zu groß wird, würde es sie uns raufdrücken. Darum müssen wir sie rechtzeitg ablassen, sonst geht für den Rest des Jahres nichts mehr”, berichtet Betriebsleiter Alexander Fritz. Startklar sei man grundsätzlich recht schnell. “Das können wir in einer Woche machen.”