Mehr Wohnraum und ein “Central Park”

Vorarlberg / 05.03.2020 • 05:00 Uhr
Mehr Wohnraum und ein "Central Park"
VN/PAULITSCH

Eine Markthalle und die Sicherheit am Bahnhof sorgen für Kontroversen.

Dornbirn In Dornbirn treten sechs wahlwerbende Gruppierungen zur Gemeindewahl an. Bei der gemeinsamen Podiumsdiskussion von VN und ORF im Dornbirner Kulturhaus stellten sich Andrea Kaufmann (ÖVP), Markus Fäßler (SPÖ), Christoph Waibel (FPÖ), Juliane Alton (Grüne) und Claudio Errico (Neos) den Fragen der Moderatoren. Beyaz Yogurtcu-Acar von der Liste HaK nahm an der Diskussion nicht teil.

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Skepsis bei der Markthalle

Eine Idee der Bürgermeisterin ist Wahlkampfthema Nummer eins in der größten Stadt Vorarlbergs. Doch für die Opposition gibt es Wichtigeres. Das Projekt sei definitiv nicht in der Poleposition, sagt die FPÖ, auch die übrigen Parteien haben andere Prioritäten, um die Innenstadt zu attraktivieren, etwa eine Überdachung des Marktplatzes wie SPÖ-Spitzenkandidat Fäßler betonte, oder eine größere Fußgängerzone und überdachte Fahrradständer, sagt Juliane Alton. Errico wiederum zweifelt die Wirtschaftlichkeit der „schönen Idee“ an.

Größer denken will Alton bei der Quartiersentwicklung – nicht nur rund um den Bahnhof, sondern auch in anderen Stadtteilen, etwa mit einem „Central Park“ nahe der FHV. Es fehle ein Masterplan. Was die Bürgermeisterin vehement bestreitet. Man habe gemeinsam über die Areale nachgedacht. Der Bahnhof bleibt aber ein Hotspot, vor allem wegen der unsicheren Lage. „Bitte keine Panik“ entgegnet sie darauf, doch Waibel will mehr Polizei. Er wolle den Bahnhof nicht verlieren. Auf verstärkte Sozialarbeit setzt die SPÖ, auch am Marktplatz oder am Schulhof. Durch Gestaltung wollen die Grünen die Lage befrieden. Eine bessere Ausstattung im Krankenhaus wünschen sich ebenfalls alle, doch während die FPÖ mehr Sicherheitspersonal fordert, wollen die anderen mehr Pfleger im Spital wie bei den niedergelassenen Ärzten. Ein Ärztehaus könne die Versorgung sichern. Eine große Aufgabe, auch darin sind sich auch alle einig, ist die Pflege. 

Leistbare Wohnungen

Leistbarer Wohnraum ist in der 50.000-Einwohner-Stadt ein großes Thema. Die Mieten seien zu hoch, deshalb müsse man beim gemeinnützigen Wohnbau zulegen. Die Stadt könne das mit ihrer Bodenpolitik steuern, schlägt Alton vor. Und auch der Leerstand müsse mobilisiert werden. Durch die aktive Bodenpolitik, die eigentlich für Betriebe eingeführt wurde, werde auch für den Wohnbau genutzt, erklärt Kaufmann. Geschlafen habe die Stadt zu lange, ist Fäßler dennoch froh, dass nun die Lage erkannt worden sei.

Messepark  außen vor

Eintracht auch in Sachen Sportstätten, doch man müsse priorisieren, so die Bürgermeisterin. Ob die Sport- und Schulstätte Schoren ganz oben steht oder nicht, darüber herrschen noch unterschiedliche Ansichten. Außen vor ließen die Spitzenkandidaten das Thema Messepark-Erweiterung, wahrscheinlich weil die Standpunkte klar sind. Auf die Behandlung des Themas darf man gespannt sein.

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