Kein Parkleitsystem, aber neue Tiefgarage für Dornbirn

Neue Parkplätze unter der Schulgasse in Planung. Parkleitsystem kein Thema.
dornbirn Neben der Stadtgarage gibt es in der Dornbirner Innenstadt eine Reihe von Tiefgaragen, und bald könnte eine neue dazukommen. Über die Sinnhaftigkeit eines Parkleitsystems zur Vereinfachung der Parkplatzsuche gibt es verschiedene Ansichten. Allgemein gelobt wird das gute Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln.
„Wo ist das Parkleitsystem, damit die Besucher der Innenstadt auf kürzestem Weg die nächste freie Parkgarage finden?“ fragen sich die Neos. Die Antwort von Bürgermeisterin Andrea Kaufmann lässt keine Zweifel aufkommen, dass sie wenig davon hält: „Ein umfassendes Parkleitsystem macht für Dornbirn keinen Sinn, weil es nicht benötigt wird. Hier müsste zudem der enorme Aufwand mit dem Nutzen gegengerechnet werden.“ Außerdem würden jetzt schon über ein Leitsystem freie Parkplätze in Tiefgaragen angezeigt. Laut Kaufmann wird derzeit über eine weitere Tiefgarage unter der Schulgasse zwischen Stadtmarkt und Sutterlüty diskutiert.
Weniger Autos
Wie einer VCÖ-Studie zu entnehmen ist, hat der Bezirk Dornbirn im Verhältnis zur Einwohnerzahl die wenigsten Autos. Die Stadtchefin führt dies unter anderem auf den gut ausgebauten öffentlichen Verkehr, von der Bahn bis zum Stadt- und Landbus zurück. Die Einführung des Stadtbussystems war einzigartig für ganz Österreich und wurde inzwischen von vielen Städten und Regionen übernommen. „Aber auch für jene Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, stellen wir die notwendige Infrastruktur zur Verfügung“, sagt Kaufmann und verweist auf verschiedene Straßenbauprojekte. Ein Beispiel ist die Direktverbindung zwischen dem Betriebsgebiet Wallenmahd und der Autobahn. Die Bauarbeiten sind bereits im Gang. Erwartet wird eine deutliche Entlastung der Hauptverkehrsadern im Hatlerdorf. Konkret verweist die Stadtchefin auf eine Verringerung des Verkehrs auf der Lustenauerstraße und der inneren Schweizerstraße. Nicht vergessen wurde in den letzten Jahren der Ausbau der Verkehrswege für Radler und Fußgänger. Auch dieses Jahr greift die Stadt wieder tief in die Kasse, rechnet SP-Stadtrat Markus Fäßler vor: „Für den Ausbau des Fußgänger- und Radwegenetzes sind 280.000 Euro im Budget reserviert.“ Maßnahmen, die auch die Forderungen der Grünen, menschengerechte Stadträume zu gestalten, entsprechen. RHA