Hans Peter Pfanner ist seit Kurzem Bürgermeister von Innerbraz

Bgm. Pfanner im Gespräch mit den VN.
Innerbraz Nach knapp sieben Jahren Amtszeit trat Bürgermeister Eugen Hartmann Anfang März von seinem Amt zurück. Als sein Nachfolger wurde von den Innerbrazer Gemeindevertretern der bisherige Vizebürgermeister Hans Peter Pfanner gewählt. Die VN-Heimat Bludenz traf sich mit dem Neobürgermeister und sprach mit ihm über seinen Weg in die Politik, Gemeindeaufgaben und kurzfristige sowie mittelfristige Pläne.
Herr Bürgermeister, wie lange sind Sie schon in der Gemeindepolitik tätig und wie kam es zu Ihrem politischen Engagement?
Mein Engagement für die Gemeinde hat seinen Ursprung im Jahr 2014. Eugen Hartmann fragte damals, wer Interesse an einer Mitarbeit hat. Ich war nicht abgeneigt und habe das auch so gesagt. Mitentscheidend war auch, dass wir in Innerbraz erstmals eine Einheitsliste hatten. Ich dachte zuerst, dass ich wohl ein Ersatzmitglied der Gemeindevertretung werde. Dass mich Eugen Hartmann gleich als Vizebürgermeister vorschlägt, hätte ich mir niemals gedacht. (lacht)
Was hat Sie nun am Amt des Bürgermeisters gereizt?
Ursprünglich hatte ich ein ganz anderes Bild vom Amt des Bürgermeisters. Ich dachte mir, das ist der Gemeindechef. Aber durch die Art und Weise, wie mein Vorgänger als Bürgermeister tätig war, bekam ich ein völlig anderes Bild. Wie er sein Amt geführt hat und wie die Gemeindevertretersitzungen abgelaufen sind, beeindruckte mich. Dabei hat mich Eugen Hartmann auch schon als Nachfolger ins Auge gefasst und mir gesagt, dass er spätestens 2020 aufhören will.
Wie war der erste Monat als Gemeindeoberhaupt?
Interessant und spannend. Ich denke auch, dass ich noch in der „positiven“ Phase bin. Ich bin sehr positiv von den Bürgern und von den Talbürgermeistern empfangen worden. Natürlich muss ich noch viele Infos zusammensuchen und viel nachfragen, vor allem bei Dingen, die meine Vorgänger wahrscheinlich einfach aus dem Ärmel geschüttelt hätten.
Welche Traditionen wollen Sie fortführen bzw. neu einführen?
Ich sehe, dass die Gemeinde super funktioniert. Daher werde ich auch nichts groß ändern müssen. Ich will vorerst alles einmal für mich wachsen lassen und dann jene Erfahrungswerte daraus ziehen, die für mich wichtig und notwendig sind. Gemeinsam können wir dann gegebenenfalls Vorgehensweisen adaptieren. Es herrscht aber kein Zwang, denn derzeit gibt es keine Großprojekte, die unmittelbar anstehen.
Welche Projekte sollen kurzfristig umgesetzt werden?
Ein großes Thema ist sicher das Kanalkatastersystem. Das Planungsbüro Adler und Partner ist bereits damit beschäftigt und hat uns die Fakten präsentiert. Wir haben uns auch schon auf eine Variante geeinigt. Des Weiteren arbeiten wir gerade an der Nachnutzung der Kraftwerkssiedlung.
Wie sieht es mittelfristig aus?
Als mittel- bis langfristiges Ziel steht sicherlich die Klostertalhalle auf unserer Agenda. Der wichtige Veranstaltungsort ist allmählich in die Jahre gekommen und muss modernisiert werden. Das müssen wir uns aber in Ruhe anschauen. Natürlich ist es auch ein mittelfristiges Ziel, die bestehende Infrastruktur zu erhalten.
Wie schaut es angesichts dieser Pläne mit den Finanzmitteln der Gemeinde aus?
Zum Glück sehen diese sehr gut aus. Wir haben sogar beim Land angefragt, ob man schon noch Förderungen bekommt, wenn man so gut haushaltet wie wir. (lacht) Das ist natürlich aber auch der Punktlandung beim Neubau des Gemeindeamts zu verdanken. Hier haben wir genau so viel veranschlagt, wie wir tatsächlich gebraucht haben. VN-JLO, VN-JS
Zur Person
Hans Peter Pfanner
Geboren 4. November 1961
Beruf Versicherungskaufmann
Familie verheiratet, eine Tochter im Maturafieber
Hobbys Sport, Reisen