Corona-Krise in der Gastronomie: Zwischen Stillstand und Zusammenhalt

Fünf Jahre ist es her. Die VN haben sich unter anderem beim Gastronomen Lukas Buttazoni umgehört, wie er auf die Zeit blickt.
Bregenz Auch in der Gastronomie hat die Pandemie ihre Spuren hinterlassen. An die ersten Tage des Lockdowns kann sich Lukas Buttazoni, Betreiber der „Lust Bar“ und des „Pier69“ in Bregenz, genau erinnern. „Es war ein sonniger Tag, ich weiß es noch. In Italien gab es bereits erste Regelungen, aber hier haben die Leute es noch nicht ernst genommen“, erinnert er sich. Viele Erinnerungen an diese Zeit hat der Vorarlberger fast ausgeblendet. „Man hatte so ein zwiespältiges Gefühl. Vor allem war die Ungewissheit am schlimmsten – besonders die Frage, wie es weitergeht.“

Wie viele Schreiben Buttazoni in dieser Zeit erhalten hat, kann er nicht mehr zählen. Schließlich folgte auf jede Veränderung der Maßnahmen nach wenigen Wochen oder Monaten bereits die nächste. „Es klingt vielleicht blöd, aber jeder Lockdown wurde leichter, weil man schon wusste, was zu tun ist. Das erste Mal den Betrieb von 100 auf null herunterzufahren, war schwierig“, erklärt er. Manche Betriebe haben diese Zeit nicht überstanden. „Die Förderungen wurden ausgeschüttet wie aus der Gießkanne, und viele haben nicht damit gerechnet, dass sie später zurückgefordert werden.“

Später durften Gaststätten und Lokale nur mit einem negativen Corona-Test betreten werden. „Ich kam mir vor wie ein Polizist“, schmunzelt der Betreiber. „Den Mitarbeitern habe ich täglich das Fieber gemessen. Man fühlte sich schon wie ein Security, vor allem weil nicht alle Gäste damit einverstanden waren.“
In dieser Zeit war der Gastronom besonders dankbar für den Zusammenhalt seiner Mitarbeitenden. „Es ist wie eine kleine Familie. Und man muss sagen: Es geht nicht nur um den Job, man darf das Menschliche nicht vergessen“, fügt er hinzu. Aus der Pandemie hat er vor allem gelernt, schnell zu reagieren und Probleme zu bewältigen. „Ich bin ein positiver Mensch und versuche, mich darauf zu konzentrieren. Wenigstens weiß jetzt jeder, was ein QR-Code ist“, scherzt er.