Drogenprozess: 13,5 Jahre Gefängnis für große Nummer

Serbe organisierte Handel von 450 Kilogramm Drogen quer durch Europa.
feldkirch Es ist einer der größten Drogenprozesse, der je am Landesgericht Feldkirch verhandelt wurde. Angeklagt war ein 38-jähriger Serbe, im Spiel die unglaubliche Menge von 60 Kilo Heroin, 100 Kilo Kokain und 290 Kilo Cannabis.

Kriminelle Vereinigung
Der Mann ist als große Nummer in der Drogenszene bekannt und hat „als Teil einer kriminellen Vereinigung als Bestimmungstäter das Rauschgift quer durch Europa ein- und ausgeführt sowie als unmittelbarer Täter anderen verschafft“, wie es in der Anklageschrift hieß.


Autos umgebaut
Für den Transport der Drogen kaufte er Fahrzeuge an, baute sie in Hard für diesen Zweck speziell um und ließ das Rauschgift dann von Fahrern nach Deutschland, in die Niederlande und die Schweiz transportieren. Drei Rechtsanwälte aus Wien verteidigten den 38-Jährigen, indem sie die Zuverlässigkeit des Beweismittels anzweifelten. Dabei handelt es sich um das Protokoll einer speziellen, vom FBI entwickelten App, über die die Mitglieder des Drogenringes miteinander kommuniziert haben sollen.

Unbedingte Haftstrafe
Der Serbe selbst zeigte sich nicht geständig und äußerte sich zu keinem Detail der Anklage. Doch die Beweislage war für den Schöffensenat ausreichend für einen Schuldspruch. Der Angeklagte wurde zu einer unbedingten Freiheitsstrafe in der Dauer von 13,5 Jahren verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
