Das Ziel im Blick

Roman Moser (52) engagiert sich ehrenamtlich beim Pfänderlauf.
Bregenz Am Sonntag werden Laufbegeisterte den Pfänder säumen, der Raiffeisen Pfänderlauf geht in seine bereits 28. Ausgabe. Eine Strecke von 3890 Metern mit 612 Höhenmetern gilt es zu überwinden, ehe auf 1028 Metern der Zieleinlauf beim Berghaus Pfänder wartet. Dass dort oben alles klappt, dafür ist Roman Moser (52) zuständig. Als ehrenamtlicher Helfer ist er beim Auf- und Abbau des Zielgeländes tätig und muss „auch während des Laufs schauen, dass alles läuft“.

Weil Ehrenamt wichtig ist
Als Bregenzer kennt er das Gschlief, die Strecke auf den Pfänder, gut. Ein Wanderer sei er nie gewesen, als Kind aber Mitglied beim Skiclub Bregenz. Er hat – wenn auch mit mäßigem Erfolg, wie er selbst sagt – bei den Skirennen mitgemacht. „Ich kann mich noch daran erinnern, wie man vor 40 Jahren auch am Pfänder gut Skifahren hat können“, erzählt er. Mittlerweile gehe er auch selbst hin und wieder rauf, es sei eine wunderschöne Strecke, auch ein bisschen herausfordernd, weil recht steil. „Hut ab vor jedem, der da auch noch rennen kann!“, meint Moser lachend.
Seit vier Jahren hilft er beim Pfänderlauf mit. Zuvor war er bereits von 2014 bis 2019 Teil des OK-Teams beim 3-Länder-Marathon und dort für den Startbereich zuständig. “Das ist sich zeitlich einfach nicht mehr ausgegangen. Bei Läufen am Wochenende, da helfe ich immer noch.“ Wieso er sich denn überhaupt ehrenamtlich engagiere? „Weil es wichtig ist, dass es so Veranstaltungen gibt“, erklärt Moser. Und ohnehin: Für den einzelnen Helfer sei das ja nicht allzu viel Aufwand, je nach Event ein paar Stunden von Aufbau bis Abbau, die man opfere. Das ist es ihm wert. „Ich finde, dass es gut ist, Leute zur Bewegung zu kriegen – sei es, dass sie den Pfänder rauflaufen, sei es bei kleineren Läufen wie dem Business Run oder dem Frauenlauf“, erklärt er. Man könne von einer „Einstiegsdroge zur Bewegung“ sprechen.

Vorfreude auf den Seitenwechsel
Wie wichtig das ist, hat Moser schon selbst erfahren. Früher habe er nämlich sehr viel Gewicht auf die Waage gebracht, erzählt er. Dann nahm er 100 Kilogramm ab – und fand so zum Laufsport. „Für mich war es damals so: Durch die Waage sieht man den Erfolg. Aber wenn man mit dem Gewicht unten ist, muss man sich neue Ziele setzen.“ Das Ziel lautete 3-Länder-Marathon. 2009 lief er seinen ersten Marathon, 2012 startete er beim Two-Oceans-Marathon in Südafrika. Er verletzte sich später, nahm wieder zu.

Aktuell arbeite er aber wieder an seiner Fitness. Auch wenn das mit 15 Jahren mehr auf dem Buckel schwieriger sei, ist Moser guter Dinge, dass er nächstes Jahr wieder bei Läufen mitmachen kann. „Ich freue mich schon, wenn ich wieder auf der Teilnehmerseite bin!“, sagt er. Vorausgesetzt, er hilft nicht ohnehin beim Event. Ob es noch einmal ein Marathon wird? „Der Wunsch wäre da“, sagt er. „Aber das muss nicht zwingend sein.“ FB
Zur Person
Roman Moser (52) hilft ehrenamtlich bei Laufsport-Events wie dem Pfänderlauf.
Geburtsdatum: 25.5.1971
Beruf: Softwareentwickler
Familienstand: ledig
Hobbys: Radfahren, Sport (aktiv und passiv), Weihnachtskekse backen (bis zu 14 Sorten)
