Nach Weckruf stürmte Altach zum Sieg

Nach einer tor- und trostlosen ersten Halbzeit kam mit dem einsetzenden Regen nach der Pause endlich Leben in die Altacher Mannschaft. Noah Bischof gelang dabei nicht nur der erste Treffer im dritten Saisonduell gegen die WSG Tirol, er ebnete damit auch den Weg zum ersten, so wichtigen Sieg im ersten Qualirundenspiel.
Altach Es waren zwei total unterschiedliche Hälften, die die Altacher Fans zum Auftakt der Qualifikationsrunde zu verdauen hatten. Eine erste Halbzeit zum Vergessen und nach der Pause eine völlig anderer Auftritt. Die Elf, von Neocoach Klaus Schmidt gegenüber dem letzten Spiel auf vier Positionen verändert, feierte deshalb am Ende einen verdienten 1:0-Sieg und damit einen gelungen Auftakt in die Play offs. Lukas Gugganig rückte als Abwehrchef ebenso in die Mannschaft wie Johannes Tartarotti, Csaba Bukta und Tino Casali. Es war der erste Sieg der Altacher nach neun sieglosen Spielen und zudem nach 239 Minuten der erste Treffer in einem Saisonduell der beiden Mannschaften.
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Es war eine erste Hälfte wie von Tirols Trainer Thomas Silberberger vorausgesagt: “20 Minute Schmidt-Feuer, die müssen wir überstehen.” Gesagt, getan, wobei nur die erste Minute wirklich gefährlich wurde für die Gäste. Da schlug Manuel Thurnwald freistehend am Elferpunkt über den Ball. Zuvor hatten sich Bukta und Tartarotti schön über links in den Strafraum gespielt und Letzterer mit seinem Abschluss WSG-Goalie Ferdinand Oswald zu einer Fußabwehr gezwungen. Der abprallende Ball landete bei Thurnwald, der Rest ist Geschichte. Damit war auch Altachs Feuer erloschen, denn im weiteren Verlauf häuften sich die Fehlpässe und die Anspielpositionen wurden seltener. Gute Voraussetzungen für die Gäste also, mehr und mehr die Oberhand zu bekommen.

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Und Tirol wurde stärker, weil im Spielaufbau strukturierter, im Passspiel zielstrebiger und auch vor dem Tor gefährlicher. Allein die Statistik der “expected goals” wies die Gäste als klare Sieger aus – 0,05:1,31 aus Sicht der Altacher. Allein Tino Casali war es zu verdanken, dass bis zur Pause die Null gehalten wurde. Denn der 27-Jährige war beim Kopfball von Raffael Behounek (14.) ebenso zur Stelle, wie er sich vor dem allein auftauchenden Zan Rogelj extrem breit machte (20.). Nach einer halben Stunde überstanden die Altacher einen Elfercheck, als Edokpolor bei einer Direktabnahme von Valentino Müller angeschossen wurde. Eine richtige Entscheidung, war es doch kein Handspiel. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann die erste Gelbe Karte gegen die Altacher – und eine mit Folgen. Felix Strauss wurde nach einem unnötigen Foul verwarnt und ist damit für das Derby am 8. April (17 Uhr) in Lustenau gesperrt.

Admiral Bundesliga
Qualifikationsrunde, 1. Spieltag
Cashpoint SCR Altach vs WSG Tirol 1:0 (0:0)
Altach, Cashpoint Arena, 3412 Zuschauer, SR Christopher Jäger (S)
Tor: 59. 1:0 Bischof
Gelbe Karten: 45./+ 2 Strauss (Altach), 90./+ 1 Üstündag (WSG Tirol/jeweils Foulspiel)
Cashpoint SCR Altach (3-4-1-2) Casali – Strauss, Gugganig, Edokpolor – Thurnwald (83. Abdijanovic), Aigner (83. Haudum), Jäger, Herold – Tartarotti (63. Bähre) – Bischof (74. Lazetic), Bukta (46. Jan Jurcec)
WSG Tirol (4-4-2) Oswald – Ranacher (82. Rinaldi), Bacher, Behounek, Kofi Schulz – Sulzbacher, Naschberger (60. Prica), Müller, Ertlthaler (82. Üstündag) – Rogelj, Sabitzer (71. Forst)

Zweimal Tartarotti, dann traf Bischof
In Hälfte zwei ersetzte Jan Jurcec den verletzten Csaba Bukta. Mit ihm am Platz wurde auch die Köpersprache besser, wohl auch einer Ansprache von Coach Schmidt zur Pause geschuldet. Und Johannes Tartarotti setzte mit zwei Fernschüssen ein erstes Duftzeichen. Der erste (49.) misslang, doch beim Flachschuss wenige Sekunden später fehlten nur Zentimeter. Es war der Auftakt einer Druckphase der Heimischen in Richtung der Tribüne der SCRA-Fans. Was fehlte war anfangs noch ein wenig das Glück, denn ein Kopfball von Thurnwald knallte an die Querlatte (56.). Umso größer fiel der Jubel drei Minuten später aus, als Noah Bischof nicht nur einen Eckball herausholte, sondern den von Tartarotti hereingespielten Ball auch mit seinem linken Fuß vom Elferpunkt im Netz versenkte (59.). Es war ein schöner Eckballtrick, mit einem flach hinter die Abwehr gespielten Ball von Tartarotti.

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Auch die Systemumstellung trug das Seine zum verbesserten Auftritt nach Seitenwechsel bei. Schmidt stellte auf eine Viererkette um, davor mit den beiden Sechsern Lukas Jäger und Thurnwald, davor eine Dreierkette und Bischof, der später von Marko Lazetic abgelöst wurde, im Zentrum. Am Ende wurde es ein offener Schlagabtausch und eine Erlösung aus Altacher Sicht, als um 18.56 Uhr der Sieg feststand.