Johannes Strolz und Nina Ortlieb österreichische Abfahrtsmeister

Sport / 23.03.2023 • 13:35 Uhr
Mit dem Abfahrtstitel bei den Frauen wurde Nina Ortlieb für ihre Fahrt belohnt. <span class="copyright">gepa</span>
Mit dem Abfahrtstitel bei den Frauen wurde Nina Ortlieb für ihre Fahrt belohnt. gepa

Gleich zum Auftakt der österreichischen Skimeisterschaften gab es für Vorarlberg zweimal Gold. Nina Ortlieb gewann die Abfahrt bei den Frauen und Johannes Strolz triumphierte ein wenig überraschend bei den Männern.

Hinterstoder Dass er auf den Abfahrtsskiern schnell sein kann, zeigte er vor etwas mehr als einem Jahr bei den Olympischen Winterspielen in Peking. Da gewann Johannes Strolz nach einem tollen Abfahrtslauf die Goldmedaille in der Kombination. Nunmehr kürte er sich erstmals zum österreichischen Abfahrtsmeister. Der 30-jährige Warther erwischte eine perfekte Fahrt. Mit dieser verdrängt er Speed-Ass Stefan Babinsky um 0,19 Sekunden auf Platz zwei, den dritten Platz sichert sich Felix Hacker (+0,44). 

„Auch wenn ich nicht ganz happy war mit meiner Fahrt, freue ich mich über den Titel und tut natürlich gut.”

Nina Ortlieb, Staatsmeisterin in der Abfahrt

Für Strolz war es bereits sein vierter Staatsmeistertitel. Vor vier Jahren krönte er sich im Riesentorlauf zum ÖM-Sieger, 2017 holte er das Double bestehend aus RTL und Slalom. Mit Martin-Luis Walch (6.) landete noch ein weiterer VSV-Läufer unter den Top 10. Die weiteren Ergebnisse der Vorarlberger: 15. Kilian Böck, 26. Moritz Zudrell, 37. Leo Heim.

„Nach dieser schwierigen Weltcupsaison tut der österreichische Meistertitel in der Abfahrt schon sehr gut. Ich hatte richtig Spaß und es war ein cooles Rennen. Das war auch ein sehr gutes Training für mich, dass ich gern mitnehme und ein sehr guter Start in diese Staatsmeisterschaften. Durch die warmen Temperaturen war es sicher nicht leicht, gute Rahmenbedingungen herzubringen, aber die Veranstalter haben super Arbeit geleistet und top Rennbedingungen geschaffen“, so Johannes Strolz. 

Bei den Winterspielten in Peking legte Johannes Strolz in der Abfahrt die Weichen für Gold in der Kombination. <span class="copyright">apa</span>
Bei den Winterspielten in Peking legte Johannes Strolz in der Abfahrt die Weichen für Gold in der Kombination. apa

Bei den Frauen war Nina Ortlieb die Nummer eins. Die 26-jährige Oberlecherin bestätigte im Rennen ihre Trainingsbestzeiten und siegte auf der kurzen Strecke in einer Zeit von 1:17,50 vor der Salzburgerin Sabrina Maier (+0,14). Vanessa Nussbaumer (6.), Lea Lipburger (8.), Leonie Zegg (9.), Magdalena Kappaurer (14.) sowie Lorena Jenni (20.) komplettierten den mannschaftlichen Erfolg der Läuferinnen aus dem Ländle. Ausgeschieden sind Michelle Niederwieser und Emily Schöpf.

„Nach dieser schwierigen Weltcupsaison tut der österreichische Meistertitel in der Abfahrt schon sehr gut.

Johannes Strolz, Staatsmeister in der Abfahrt

„Auch wenn ich nicht ganz happy war mit meiner Fahrt, freue ich mich über den Titel und tut natürlich gut. Es war kein einfaches Rennen, durch die schlechte Sicht wurden die Bedingungen erschwert, gerade wenn man die unruhigen Stellen nicht, ist das schon herausfordernd. Österreichische Meisterschaften sind zusätzlich ein tolles Training und natürlich auch eine Ehrensache hier dabei zu sein”, so die Vorarlbergerin.

Nach ihrem Sieg in der Abfahrt ist Nina Ortlieb auch im Super G, der am Freitag am Programm steht, große Favoritin. <span class="copyright">gepa</span>
Nach ihrem Sieg in der Abfahrt ist Nina Ortlieb auch im Super G, der am Freitag am Programm steht, große Favoritin. gepa

Roland Assinger neuer ÖSV-Rennsportleiter Ski Alpin Damen

Roland Assinger tritt mit 1. April das Amt des Rennsportleiters von Österreichs Alpin-Frauen an. Das gab der Österreichische Skiverband am Donnerstag bekannt. Der 49-Jährige war bereits von 2008 bis 2020 in unterschiedlichen Positionen als Trainer beim ÖSV tätig, seine bisher letzte Funktion war die des Speed-Cheftrainers. Assinger ist der jüngere Bruder des Ex-Rennläufers und aktuellen ORF-Moderators Armin Assinger (“Die Millionenshow”).

Johannes Strolz fühlte sich sichtlich wohl auf der Abfahrststrecke. <span class="copyright">gepa</span>
Johannes Strolz fühlte sich sichtlich wohl auf der Abfahrststrecke. gepa

In den vergangenen drei Jahren arbeitete der Kärntner im Sportgymnasium Davos in der Schweiz als Ski-Trainer im Nachwuchsbereich. “Ich gehe daher total unbeeinflusst an diese Aufgabe heran. Es ist definitiv eine große und sehr spannende Herausforderung. Das Wichtigste ist nun, dass Ruhe einkehrt und ich gemeinsam mit den Athletinnen und dem Trainerteam die neue Saison planen kann”, sagte Assinger.

“Die vergangene Saison ist definitiv nicht nach Wunsch verlaufen und war alles andere als zufriedenstellend. Nach zahlreichen Gesprächen und einer genauen Analyse der aktuellen Situation sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir mit Roland Assinger als neuen Damen-Chef in die nächste Saison gehen wollen”, kommentierte ÖSV-Alpinchef Herbert Mandl die Entscheidung.

Roland Assinger 2019 beim Training in Copper Mountain mit ÖSV-Abfahrerin Christine Scheyer. <span class="copyright">gepa</span>
Roland Assinger 2019 beim Training in Copper Mountain mit ÖSV-Abfahrerin Christine Scheyer. gepa