Die Superlativen des Klassikers

Bernd Friede und Roland Schlinger sind die erfolgreichsten Torschützen in der 25-jährigen Derby-Geschichte.
Schwarzach Wenige Stunden vor dem 100. Ländle-Derby in der Geschichte am Samstag (20.20 Uhr) in der Sporthalle am See zwischen dem Alpla HC Hard und Bregenz Handball sind längst nicht nur die Protagonisten auf dem Parkett, sondern die gesamte Handball-Community in Vorarlberg und großen Teilen Österreichs elektrisiert. Das traditionsreichste und einzige Revierduell, das es ohne Unterbrechung seit Gründung der Handball-Liga Austria (HLA) 1998 gibt, zählt, abgesehen von der Finalserie, zu den Höhepunkten und kennt kein Ablaufdatum. Anbei einige Eckpunkte des erstmals vor unglaublichen 8953 Tagen, genau am 19. September 1998, ausgetragenen Klassikers in der höchsten Spielklasse Österreichs im Männerhandball.
Ewige Bilanz. Nach 99 Derbys hat Bregenz in der ewigen Bilanz mit 50 Siegen, zehn Remis und 39 Niederlagen die Nase vorne. Die Equipe aus der Landeshauptstadt übernahm im zehnten Derby mit einem 22:19-Heimsieg am 25. November 2000 erstmals die Führung und gab die Leaderposition nicht mehr ab. In der eigenen Halle gab es 28 Siege, vier Remis und 18 Niederlagen und bei Hard stehen 21 Siege, sechs Unentschieden und 22 Niederlagen bei den Duellen in der eigenen Gemeinde zu Buche.
Gesamttore. In den bisherigen 99 Derbys erzielte Bregenz 2648 Tore (Schnitt 26,75 pro Spiel), davon 1368 zu Hause und 1280 auswärts. Insgesamt 2636 Mal (Schnitt 26,63 pro Spiel) brandete Jubel bei den Harder Fans auf, davon 1311 Mal bei Heim- und 1325 Mal bei Auswärtsspielen.
Torjäger Bregenz. 85 verschiedene Akteure konnten sich zumindest einmal bei einem Derby in die Torschützenliste eintragen. Mit 196 Treffern führt Roland Schlinger die interne Statistik an, dahinter folgen Lucas Mayer (177) und Darko Galic (127). Die weiteren Top-10-Plätze nehmen Lukas Frühstück (94), Paul Babarskas (91), Ante Esegovic (89), Matthias Günther (88), Tobias Warvne (73), Konrad Wilczynski (68) und Marian Klopcic (68) ein
Torjäger Hard. Als einziger Spieler hat es bislang Bernd Friede geschafft, die 200-Tore-Marke zu knacken. In 13 Spielperioden brachte es der gebürtige Kärntner auf 205 Volltreffer. Erster Verfolger ist Dominik Schmid mit 170 bzw. Michael Knauth mit 153 Toren. Mit Robert Weber (126), Marko Tanaskovic (114), Branko Medini und Luca Raschle (je 105) haben sieben der insgesamt 80 Harder Derbytorschützen die 100-Treffer-Marke übertroffen. Die Top-10-Wertung der Roten Teufel wird komplettiert von Michael Jochum (96), Boris Zivkovic (85) und Gerald Zeiner (82).
Zweistellig getroffen. Zehn verschiedene Bregenzer und 13 auf Seiten der Harder haben zumindest einmal in einem Derby zweistellig getroffen. Angeführt wird die ewige Bilanz bei Bregenz mit vier zweistelligen Torerfolgen von Roli Schlinger, je zwei Mal gelang dies Darko Galic und Mare Hojc, und je einmal schafften es Lucas Mayer, Ante Esegovic, Paul Babarskas, Nikola Prce, Espen Lie Hansen und Mihkail Vinogradov. Bei Hard trafen Bernd Friede und Dominik Schmid je drei Mal zweistellig, Robert Weber und Vaidas Klimciauskas erzielten je zwei Mal, und das Septett Michael Knauth, Branko Medini, Emanuel Ditzer, Sergej Ubozhanka, Ivan Horvat, Stanislav Kulinchenko, Andrij Kuzo und Maciej Tluczynski jeweils ein Mal zehn oder mehr Tore. Mit 14 Treffern am 8. Mai 2004 sorgte Sergej Ubozhanka im 24. Derby für den Bestwert in der Historie.
Trefferreichstes Derby. In der Saison 2008/09 entschied Bregenz in eigener Halle das erste Finale in der Verlängerung mit 39:38, mit 77 Toren zugleich das trefferreichste Derby in der Geschichte, für sich und sicherte sich eine Woche später mit einem 30:29 in Hard den achten von insgesamt neun Titeln (letztmals 2010). Das torärmste Duell gab es beim 20:19-Auswärtserfolg von Hard im zweiten Ländle-Derby am 8. Dezember 1998. Damals gab es lediglich 39 Treffer.
Ohne Niederlage. In den 25 Saisonen, seit es ein HLA-Derby gibt, gelang es lediglich Bregenz, in der Spielperiode 2009/2010 alle vier Derbys zu gewinnen.
„Ein Derby ist das höchste der Gefühle und sorgt für Emotionen in beiden Lagern .“


