Gute Neuigkeiten für Austria Lustenau

Vor dem Spitzenspiel bei Liefering kehrt Kapitän Matthias Maak zurück und der Baubescheid für das neue Stadion ist unterwegs.
Lustenau Im Lager von Austria Lustenau kann man aktuell gleich zweimal tief durchatmen. Denn der Baubescheid erster Instanz für das neue Stadion als eine der Auflagen für die Erteilung der Bundesligalizenz sollte für Austria Lustenau in trockenen Tüchern sein. Bürgermeister Kurt Fischer (59) teilte den VN mit: „Entweder noch diese Woche oder spätestens Anfang kommende Woche wird der Baubescheid verschickt. Ich muss ihn noch durchlesen, dann geht er weg.“ Das Papier umfasst laut Fischer 16 Seiten. Für einen Baubescheid erster Instanz ist die Gemeinde zuständig. Einsprüche sind freilich zu erwarten.
„Entweder noch diese Woche oder spätestens Anfang kommende Woche wird der Baubescheid verschickt. Ich muss ihn noch durchlesen, dann geht er weg.“
Kurt Fischer, Bürgermeister von Lustenau
Wieder auf dem Platz
Rechtzeitig zum Spitzenspiel in der 2. Liga ist der Kapitän von Austria Lustenau wieder an Bord. Musste Matthias Maak beim Saisonauftakt gegen den SV Lafnitz (2:1) noch auf der Tribüne zusehen, stehen die Chancen gut, dass er heute beim FC Liefering wieder von Start weg auf dem Platz steht. Die Trainingseinheiten unter der Woche konnte der 29-Jährige ohne Probleme absolvieren. Die Wadenverletzung ist völlig verheilt „Es hat sich richtig gut angefühlt, wieder mit der Mannschaft zu trainieren. Ich hatte keine Schmerzen, das gibt mir ein gutes Gefühl,“ so der gebürtige Steirer. In den Wochen davor wurde Maak individuell von Athletiktrainer und Physio Lucas Vidal körperlich auf Vordermann gebracht, „sodass ich mich physisch topfit und bereit für den Schlager beim FC Liefering fühle.“ Ob Maak dann tatsächlich startet, immerhin konnte die Austria-Defensive gegen Lafnitz überzeugen, liegt in der Hand des Trainers. Markus Mader gibt aber offen zu, „dass man bei der Rückkehr des Kapitäns immer zum Nachdenken anfängt. Matthias ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft, nicht umsonst unser Spielführer. Aber wir entscheiden kurzfristig, ob er gleich in der Anfangself steht oder noch von der Bank kommt.“
„Ich fühle mich physisch topfit und bereit für den Schlager beim FC Liefering.“
Matthias Maak, Kapitän Austria Lustenau
Qual der Wahl
Durch die Rückkehr des Kapitäns hatte Chefcoach Mader unter der Woche 21 komplett fitte Feldspieler plus drei Torhüter zur Verfügung. „Das ist außerordentlich, wir haben bis auf Daniel Tiefenbach (Kreuzbandriss) keinen angeschlagenen Spieler. Zeigt, dass Co-Trainer Martin Schneider und Physio Vidal in der Trainingssteuerung richtig gute Arbeit abliefern. Ich hoffe es bleibt auch weiterhin so, denn wir werden im Laufe des Frühjahres jeden brauchen,“ gibt Mader zu Protokoll.
Für das Spitzenspiel hat sich damit aber die Qual der Wahl aufgedrängt. Fünf Spielern muss der 53-Jährige mitteilen, nicht im Aufgebot zu stehen: „Das tut weh, weil wirklich jeder Spieler im Training alles gibt und sich zerreißt. Dazu verfügen wir über eine richtige gute Stammelf, in der es aktuell schwer ist reinzukommen.“ Der Stimmung im Team tut diese Konstellation noch keinen Abbruch, „alle ziehen voll mit und ordnen sich dem großen Ziel unter. Wobei ich natürlich verstehen kann, wenn der eine oder andere enttäuscht ist.“
Vorbereitet auf intensive Partie
Dem Coronaausbruch beim Kooperationsklub RB Salzburg und eventuellen personellen Verschiebungen misst Mader nicht viel Bedeutung bei. Zu sehr ist man darauf erpicht, seine eigenen Leistungen in den Vordergrund zu stellen. „Wir gehen davon aus, dass sie mit der bestmöglichen Mannschaft antreten und uns das Leben schwer machen wollen. Darauf sind wir vorbereitet.“ Wichtig wird laut Trainer sein, wieder als kompakte Einheit auf dem Platz zu reüssieren, vor allem was die Offensive betrifft. Gegen die pressingstarken Jungbullen bleibt für die Offensivspieler nicht viel Zeit am Platz, daher gilt es offensiv schnelle Entscheidungen zu treffen. Also zurück zu den Leistungen aus dem Herbst, in dem wunderbarer schnörkelloser Angriffsfußball geboten wurde.
Die Wichtigkeit des Spitzenspiels ist laut Coach jedem klar. Durch die Absage der Partie zwischen dem FAC und Kapfenberg könnte man bei entsprechend positiven Spielverlauf den Vorsprung auf die Wiener ausbauen. VN-MKR/HK
Fussball, 2. Liga, 18. Spieltag
FC Liefering – Austria Lustenau Freitag
Salzburg, RB Arena, 20.25 Uhr live auf orfsport plus


