So holte Austria Lustenau zweiten Sieg im Jahr

Die Grün-Weißen mussten viel Herzblut schwitzen, um Rapid Wiens Amateure mit 3:2 zu besiegen. Wallace als Siegtorschütze.
Lustenau Es geht ja doch noch. Austria Lustenau kann noch gewinnen und setzte sich in einem turbulenten Match mit 3:2 (1:2) gegen die Amateure von Rapid Wien durch. Damit gelang den Schützlingen von Trainer Alexander Kiene der zweite volle Erfolg in diesem so verflixten Frühjahr. Für die Austria waren Adriano Bertaccini, Brandon Baiye und Wallace erfolgreich, auf Seiten der Wiener trafen Markos Bozic und Bernhard Zimmermann.
Nach Führung wieder in Rückstand
Der Start in die Partie verlief für die Austria durchwachsen, die Verunsicherung im Team von Austria-Trainer Alexander Kiene war merklich spürbar. Daher agierten die Gäste aus Wien dominierend, kamen durch Lukas Fuchshofer (3.) gleich zur ersten Chance. Doch die Heimischen arbeiteten sich ins Spiel, Adriano Bertaccini kam zur ersten guten Möglichkeit (7.), doch sein Schuss verfehlte aus spitzen Winkel das Ziel. Überhaupt war der Belgier in Dienste der Austria auffälligster Akteur in den ersten 27 Minuten. Denn in Minute 15 servierte Daniel Steinwender einen Flankenball genau auf seinen Kopf, den der 20-Jährige kläglich vergab. Keine Zwei Minuten machte es der Italo-Belgier aber besser. Nach Ballgewinn von Austria-Kapitän Pius Grabher lief Bertaccini auf Rapid-Goalie Nicolas Hedl zu, umkurvte diesen und schob zur Führung ein. Pech dabei: Der Torschütze verletzte sich und musste vom Feld (27.). Für ihn kam Wallace. Davor erzielten die Gäste aber noch den Ausgleich. Die Austria bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone und plötzlich kam Marko Bozic (25.) an der Strafraumgrenze zum Ball, sein Schuss wurde noch entscheidend und unhaltbar von Matthias Maak abgefälscht.
Die Austria verdaute den Ausgleich relativ schnell und kam durch Wallace zu zwei Großchancen (31./38.). Doch bei ersterer agierte der Brasilianer stümperhaft, bei der zweiten Möglichkeit setzte er den Kopfball nicht entscheidend. In Folge passierte das, was der Austria eben in diesem Jahr immer passiert: Sie kassiert den nächsten Gegentreffer. Weiter Abschlag von Rapids Jugendtruppe, Austria-Verteidiger Sebastian Feyrer mit dem Bock und Rapids Bernhard Zimmermann (44.) hatte keine Mühe mehr Goalie Domenik Schierl zu bezwingen. Trotz Führung gin die Austria wieder mit einem Rückstand in die Halbzeitpause, Trainer Alexander Kiene konnte einem ob der vergebenen Chancen nur leid tun.
Traumtor von Wallace zum Sieg
Die zweite Halbzeit geriet für die 100 Zuschauer im Planet Pure Stadion zu einer wahren Zitterparte. Es dauerte, trotz aufkommeneden Rückenwinds im Stadion, lange, bis sich die Austria aufbäumte. Nach einer Standardsituation kam Jan Stefanon im Strafraum der Gäste zum Kopfball, im darauffolgenden Durcheinander im Fünf-Meter-Raum von Rapid reagierte Brandon Baiye und drückte den Ball zum Ausgleich (62.) über die Linie. In Folge entwickelte sich ein extrem hektisches Spiel mit vielen Fouls auf beiden Seiten, Spielfluss kam danach keiner mehr auf. Dafür nahm die Austria ihr Herz in die Hand und versuchte zum Siegtreffer zu kommen, der dann auch gelang. Wallace spielte sich per Doppelpass mit dem ebenfalls eingewechselten Alexander Ranacher auf der linken Seite durch, ließ dann noch zwei Rapid-Verteidiger aussteigen und donnerte die Kugel aus spitzem Winkel ins lange Kreuz (84.). Der Jubel ob des Traumtors kannte keine Grenzen. Die letzten Minuten zitterte die Austria noch über die Bühne und feierte nach Abpfiff den zweiten Sieg im Jahr 2021.
Fussball, 2. Liga
22. Spieltag
Austria Lustenau – Rapid Wien II 3:2 (1:2)
Torfolge: 17. 1:0 Bertaccini, 25. 1:1 Bozic, 44. 1:2 Zimmermann, 62. 2:2 Baiye, 84. 3:2 Wallace
Gelbe Karten: Baiye (66.), Berger (83.) bzw. Querfekd (42.), Kanuric (63.)
Austria Lustenau: Schierl; Gmeiner, Feyrer, Maak, Cissokho, Berger; Baiye, Grabher, Steinwender (64. Anoff); Stefanon (79. Ranacher), Bertaccini (27. Wallace)
Rapid Wien II: Hedl; Sulzbacher, Eggenfellner, Querfeld, Gobara (79. Softic); Bosnjak (85. Binder); Kanuric (68. Savic), Zimmermann, Bozic; Strunz (Dijakovic), Fuchshofer (68. Hajdari)


