Bitterer Abend für Austria Lustenau

Austria Lustenau holt zwei Rückstände auf, verliert in Amstetten dennoch mit 2:3.
Amstetten Zweite Niederlage in Folge für Austria Lustenau. Gleich wie beim Match in Klagenfurt startete die Elf von Trainer Alexander Kiene auch gegen SKU Amstetten richtig schwach. David Peham (7.) nutzte das sofort aus, traf nach Schläfrigkeit von Austrias Till Cissokho aus kurzer Distanz zur Führung. Grün-Weiß verhielt sich in weiterer Folge viel zu lethargisch, verdankte es nur Goalie Domenik Schierl, nicht schon höher in Rückstand zu geraten. Doch mit der ersten gelungenen Aktion glückte der Ausgleich. Wallace wurde nach Sololauf im Strafraum gefoult, Schiedsrichter Rene Eisner zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Bei der Ausführung hatte Haris Tabakovic (25.) aber Glück, brachte den Ball, weil Amstettens Goalie Daniel Verwüster den Strafstoß stark parierte, erst im Nachschuss unter. Wer dachte, dass die Lustenauer endlich aus dem Tiefschlaf aufwachen würde, täuschte sich. Die Gastgeber blieben am Drücker. Einen Peham-Kopfball (28.) konnte Schierl noch in Weltklassemanier halten, beim Weitschuss von Matthias Wurm (35.) ins Kreuzeck war aber auch er machtlos. Mit einem 1:2-Rückstand aus Sicht der Austria ging es in die Kabinen.

Die Entscheidung: Sebastian Dirnberger trifft zum 3:2 für Amstetten. 

Lucky Punch
Zur Pause wurden nicht nur die Seiten gewechselt, sondern auch die Rollen. War es Amstetten, das im ersten Durchgang spielbestimmend war, so diktierten nun die Grün-Weißen das Geschehen. Trainer Kiene schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Daraus resultierte auch der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich. Wallace chippte den Ball gefühlvoll auf Tabakovic, der legte den Ball perfekt ab und der eingewechselte Pius Grabher (57.) traf mit einem herrlichen Volleyschuss. Danach drängte die Austria sogar auf die Führung. Amstettens Goalie Verwüster vereitelte mit einer Glanzparade den Torversuch von Wallace (67.). Der „Lucky Punch“ gelang dann aber den Hausherren. Nach einem Freistoß von der rechten Seite setzte sich Sebastian Dirnberger (84.) im Strafraum durch und erzielte den Siegtreffer. Bittere Pille für die Austria, die sich mit ihrer Aufholjagd nicht belohnen konnte, weil man den ersten Durchgang zweifellos verschlafen hat.
Fussball, 2. Liga, 12. Spieltag
SKU Amstetten – Austria Lustenau 3:2 (2:1)
Ertl Glas Stadion, SR Heiss
Torfolge: 7. 1:0 Peham, 25. 1:1 Tabakovic, 35. 2:1 Wurm, 57. 2:2 Grabher, 84. 3:2 Dirnberger
Gelbe Karten: 17. Jaby, 54. Gmeiner (beide Lustenau/Foulspiel), 62. Deinhofer (Amstetten/Foulspiel), 90. Peham (Amstetten)
SKU Amstetten (4-4-2): Verwüster; Puchegger, Deinhofer, Stark, Dirnberger; Wurm, Alli (82. Schagerl), Alin (90. Grasegger), Scharner (65. Offenthaler, Lichtenberger (65. Markl); Peham
Austria Lustenau (4-2-3-1): Schierl; Lageder, Maak, Cissokho, Gmeiner; Baiye (89. Steinwender), Freitag (79. Tiefenbach); Ranacher (46. Anoff), Jaby (46. Grabher), Wallace; Tabakovic