Die sportliche Auferstehung des Matthias Maak

Nachdem Matthias Maak beim SCR Altach in Ungnade gefallen war, blüht der Innenverteidiger bei Austria Lustenau wieder auf.
Lustenau Er kam, sah und traf. Die Rede ist von Matthias Maak und seinem Engagement bei Austria Lustenau. Der 28-jährige Innenverteidiger wechselte im Sommer von Bundesligist SCR Altach zu Zweitligist Austria Lustenau und erzielte zwei Tage nach Vertragsunterschrift bereits seinen ersten Treffer für die Grün-Weißen. Bei der 1:2-Cupniederlage gegen SV Stripfing gelang Maak der Anschlusstreffer, zu mehr reichte es zum Leidwesen der Austria aber nicht mehr.
„Zum Trainingsstart im Sommer habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, meinen Vertrag in Altach abzusitzen und danach meine Karriere zu beenden.“
Matthias Maak, Spieler Austria Lustenau
Sportliche Auferstehung
Doch für den gebürtigen Steirer, der mit dem Schriftsteller Peter Rosegger die Heimat Krieglach gemeinsam hat, war dieses Tor mehr als nur ein Anschlusstreffer, es war eine sportliche Wiederauferstehung, mit der in Vorarlberg wohl die wenigsten gerechnet hätten, denn fortan entwickelte sich der 153-fache Bundesligaspieler (5 Tore, 3 Assists) sofort zu einer enorm wichtigen Stütze im Spiel der Austria. Nach sieben Spieltagen in der 2. Liga hält der 1,91 Meter große Verteidiger bei ebenso vielen Einsätzen und konnte zudem zwei weitere Tore erzielen. Beim letzten Auswärtssieg avancierte Maak mit seinem Treffer zum 2:1 bei Rapids Amateuren sogar zum Matchwinner. „Es hat sich bei mir und der Austria schnell und gut entwickelt. Ich habe mich von der ersten Sekunde an richtig wohl gefühlt in Lustenau. Der Klub, der Trainer und auch die Mitspieler haben mir von der ersten Sekunde an enorm viel Wertschätzung entgegengebracht“, erklärt der ehemalige Dänemark-Legionär (SönderjyskE, 2016/17).
Verkorkstes Jahr
Eine Wertschätzung, die Maak bei seinem vorherigen Arbeitgeber SCR Altach nie wirklich zuteil wurde. „Irgendwie war bei meinem Engagement in Altach im Sommer 2019 vom Start weg der Wurm drin. Ich habe wenig Zuspruch bekommen und zusammengefasst war es kein schönes Jahr“, erklärt Maak. Den großen Bruch verspürte er, als er beim Heimspiel im Herbst 2019 gegen Rapid Wien nach zwei eklatanten Fehlern bereits in Minute 36 ausgetauscht wurde. „Danach wurde die Niederlage nur an mir festgemacht. Und es war nicht lustig, Aussagen zu lesen, in denen man meinte: Am besten er hätte nicht gespielt. Das tat sehr weh und in Wahrheit war damals schon der Zug abgefahren für mich.“
Dennoch hatte Maak einen Zweijahresvertrag bei den Rheindörflern und stellte sich auf eine harte Zeit ein. „Zum Trainingsstart im Sommer habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, meinen Vertrag abzusitzen und danach meine Karriere zu beenden“, gibt der Steirer offen zu.
Gute Freunde
Zum Glück spielt aber sein Freund Christoph Freitag bei der Austria. Der brachte den Wechsel nach Lustenau ins Rollen. Nach der Vertragsauflösung beim Bundesligisten, „ist eine große Last von mir gefallen. Und als ich in Lustenau so toll aufgenommen wurde, habe ich wieder Mut geschöpft“, so Maak, der zugibt, „dass die aktuelle Situation wie Balsam auf meiner Seele ist. Es tut so gut, zu wissen, dass ich doch noch Fußball spielen und meinen Teil für die Mannschaft leisten kann“. Dieser soll auch am Sonntag beim Derby gegen den FC Dornbirn wieder positiv ausfallen. „Ich denke schon, dass wir Favorit sind. Wenn wir uns als Team weiter so steigern können wie zuletzt, ist sicher ein Sieg möglich“, so Austrias Toptransfer, der die gute Mischung im Team als großen Trumpf sieht: „Derzeit ergänzen sich die jungen und alten Spieler richtig gut. Zudem lassen wir aus dem Spiel heraus defensiv nicht viel zu und offensiv werden die Abläufe immer besser.“
Für seine Premiere in einem Ländle-Derby wünscht sich Maak einen Sieg, „denn der würde dem Klub richtig guttun. Vielleicht kann ich ja etwas dazu beitragen“. Eventuell mit einem Tor zum Einstand. Damit hat er Erfahrung.




