Austria erkämpft mit viel Herz einen Punkt

Sport / 29.09.2020 • 23:30 Uhr
Austria erkämpft mit viel Herz einen Punkt
Austrias Brandon Baiye lieferte sich nicht nur gegen den Ex-Lustenauer Ronivaldo packende Duelle. GEPA

Bei Wacker Innsbruck muss Kiene-Elf 30 Minuten lang in Unterzahl agieren, schafft dennoch ein 0:0

Innsbruck Kollektives Durchschnaufen nach aufreibenden 93 Spielminuten im Lager von Austria Lustenau. Knapp eine halbe Stunde musste sich die Mannschaft von Trainer Alexander Kiene in Unterzahl gegen wütend anstürmende Innsbrucker dagegen halten. Die Austria, bei der Wallace und Daniel Tiefenbach statt Blankson Anoff und Daniel Steinwender in der Startelf standen, startete mit ähnlich viel Elan in das Spiel wie bei der 0:1-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen die OÖ Juniors. Vor allem Alexander Ranacher zeigte in den Anfangsminuten viel Lauffreudigkeit und konnte mehr als einmal auf der rechten Seite der Lustenauer durchbrechen. Bei seinem ersten Versuch fand seine Flanke auch in Wallace (5.) einen Abnehmer. Doch der Offensivspieler scheiterte knapp mit seinem Kopfball. Die Gastgeber hatten viel Mühe, sich dem Tempo der Gäste aus dem Ländle anzupassen. Aber mit Fortdauer der Partie gelang dies Wacker Innsbruck aber doch. Und die Hausherren wurden gefährlich. Nämlich in der Person von – wem auch sonst – Ronivaldo. Der ehemalige Goalgetter der Austria wurde nach einer wunderbaren Kombination über die rechte Abwehrseite der Lustenauer herrlich freigespielt und tauchte mutterseelenallein vor dem Tor auf. Im Duell mit Austria-Goalie Domenik Schierl zog der Austro-Brasilianer aber den Kürzeren. Schierl blieb lange stehen und konnte so den Schuss von Ronivaldo (19.) glänzend parieren. In weiterer Folge lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe, zum Leidwesen der Zuschauer aber ohne große Aufreger. Kurz vor Pausenpfiff war aber erneut Ronivaldo (44.) per Kopf zu Stelle, verfehlte aber knapp. Im Gegenzug verzog Lustenaus Stoßstürmer Haris Tabakovic aus 16 Metern (45.).

“Unsere Defensive stand gut. Und ich habe meines dazu beigetragen, dass wir einen Punkt mit nach Hause nehmen konnten”.

Domenik Schierl, Tormann Austria Lustenau
Austria-Goalie Domenik Schierl war der beste Mann im Team der Lustenauer.<span class="copyright">Gep</span><span class="copyright">a</span>
Austria-Goalie Domenik Schierl war der beste Mann im Team der Lustenauer.Gepa

Schierl gegen Wacker

Der Start in die zweite Hälfte gehörte eindeutig den Innsbruckern, die mit Volldampf aus der Kabine kamen. Zweimal musste Lustenaus Schlussmann Schierl (47./52.) sein ganzes Können aufbringen, um gegen Wackers Alexander Gründler zu parieren. In weiter Folge dominierten die Hausherren, die Austria kam nicht mehr zum Atmen. Nur mehr zum Foulspiel, was Pius Grabher die gelb-rote Karte (63.) einbrachte.
Danach packten Brandon Baiye und Co. das Kämpferherz aus. Musste man auch, denn Wacker agierte im Power-Play. Doch die Abwehr der Gäste hielt dicht. Matthias Maak und Till Cissokho behielten im eigen Strafraum die Lufthoheit, der Rest der Elf von Austria-Trainer Alexander Kiene lief sich die Luft aus den Lungen. Alles für den einen Punkt, den man sich am Ende, auch aufgrund der numerischen Unterlegenheit, verdient hat. Auch weil Ronivaldo (67./71.) auf seine Goalgetter-Fähigkeiten vergessen hatte und Lustenaus Bester, Goalie Schierl, gegen Florian Jamnig (88.) großartig hielt.

Fussball, 2. Liga

4. Spieltag

Wacker Innsbruck – Austria Lustenau 0:0

Tivoli Stadion Tirol, SR Pfister

Gelbe Karten: 32. Baiye, 41. Maak (Lustenau/Foulspiel), 51. Lager (Foulspiel), 55. Grabher (Foulspiel), 62. Anoff (Foulspiel/alle Lustenau), 65. Vitaritti (Unsportlichkeit), 90+3. Conte (Foulspiel/beide Wacker)

Gelb-rote Karte: 63. Grabher (wiederholtes Foulspiel)

Wacker Insnsbruck: (4-4-2): Knaller; Hupfauf, Wostry (31. Köchl), , Grujcic, Kofler; Galle (80. Ibrisimovic), Conte, Jamnig, Gründler (69. Zaizen); Ronivaldo, Viteritti

Austria Lustenau (4-2-3-1): Schierl; Lageder, Maak, Cissokho, F. Gmeiner; Grabher, Baiye; Ranacher (54. Anoff/81. Bösch)), Tiefenbach (54. Steinwender), Wallace (68. Freitag); Tabakovic (68. Bertaccini)