Keine Visitenkarte für Stadt

Wirtschaftslandesrat Rüdisser hofft, dass das Projekt wieder aufgenommen wird.
Bregenz. Die Seestadt sei für Bregenz ein ganz wichtiges Projekt, betont Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser und bedauert die Entscheidung der Betreiber. „Bleibt zu hoffen, dass jetzt die Zeit genutzt wird, um ein tragfähiges Projekt zu entwickeln“, so der Landesstatthalter im Gespräch mit den VN. „Fakt ist, der Parkplatz ist keine Visitenkarte für die Landeshauptstadt.“
Er betont aber, dass der Entwicklung des Projekts ein sehr intensiver Prozess mit Einbindung vieler Fachleute und der Bevölkerung vorausgegangen sei. „Man merkt deutlich, dass das Ausmaß des Hinterfragens sehr viel wichtiger geworden ist“, stellt er fest, kritisiert im konkreten Fall der Seestadt aber, dass die Kritik erst in den letzten Monaten formuliert wurde. „Das wird ja schon jahrelang diskutiert. Nicht alle Diskussionen im Zusammenhang mit der Seestadt waren deshalb für mich nachvollziehbar“, so der oberste Wirtschaftspolitiker des Landes, der insgesamt darauf pocht, dass bei der Planung und Genehmigung von Betrieben im Land nicht wirtschaftsfeindlich gehandelt werden sollte. „Wir müssen sorgsam vorgehen und alle Überlegungen sollen einbezogen werden“, sagt der Landesrat, der erst vor Kurzem darauf aufmerksam machte, dass der hohe Lebenstandard und die niedere Arbeitslosigkeit im Land auf die erfolgreiche Wirtschaft zurückzuführen sind.