„Mein Herz schlägt für diese Stadt“
Sie sei „Dornbirnerin mit Leib und Seele“, sagt Kaufmann. „Das gab den Ausschlag.“
Dornbirn. (VN-ad) Schon länger habe sie sich mit der Frage beschäftigt, Bürgermeisterin zu werden, sagt Andrea Kaufmann im Interview.
Sie werden ab Mai die erste Bürgermeisterin einer Vorarlberger Stadt sein. Messen Sie dem große Bedeutung zu?
Kaufmann: Es ist ein gutes Signal. Es hat auch irgendwann kommen müssen, dass eine Frau Bürgermeisterin einer Stadt sein wird. Nun bin ich das – und ich freue mich darauf.
Wann fiel die Entscheidung?
Kaufmann: Ich habe mich mit dieser Frage innerlich schon länger beschäftigt, nicht zuletzt aufgrund der VN-Berichterstattung (schmunzelt). Definitiv fiel die Entscheidung für mich dann vor einer Woche. Aus der Position der Landesregierung in die Stadt zu wechseln, aus der zweiten in die erste Reihe zu treten, war aber keine leichte Entscheidung.
Aber der Posten der Bürgermeisterin reizte Sie offenbar mehr als der Posten der Landesrätin.
Kaufmann: Weil ich mit der Stadt sehr verbunden bin, weil mein Herz für diese Stadt schlägt. Und darum sehe ich eine große Chance, positiv mitzugestalten. Ich bin halt mit Leib und Seele Dornbirnerin.
Wer soll Ihr Nachfolger in der Landesregierung werden?
Kaufmann: Dazu möchte ich mich jetzt nicht äußern. Das wird eine Entscheidung des Landeshauptmanns sein.
Apropos: Wie hat der Landeshauptmann auf Ihre Entscheidung reagiert?
Kaufmann: Ich nehme an, dass er dazu selber Stellung nehmen will.
Ist Ihnen das Gespräch mit ihm schwergefallen?
Kaufmann: Das war nicht einfach.
Und wie blicken Sie nun auf Ihre Zeit als Landesrätin zurück?
Kaufmann: Es war eine absolut spannende Zeit, ich habe das mit viel Freude gemacht. Es waren schöne Ressorts, schöne Erlebnisse, aber oft auch schwierige Entscheidungen. Ich konnte vieles mitbegleiten.
Als Bürgermeisterin von Dornbirn dürften Sie mehr Arbeit haben als als Landesrätin.
Kaufmann: Das werden wir sehen. Die Wege sind zwar kürzer, aber es sicher ein intensiver Job. Aber ich freue mich wirklich darauf.