Reise / 11.06.2021 • 12:04 Uhr

Wichtig war uns dabei aber, die Biennale so ökologisch wie möglich zu gestalten und die Umwelt zu schützen“, so die Direktorin der Biennale, Maija Tanninen-Mattila, die allen Besuchern rät, auch einen Blick auf die Ausstellungen auf dem Festland zu werfen.

Sehnsucht nach Kultur

„Ich glaube, dass sich die Menschen in diesen herausfordernden Zeiten mehr als je zuvor nach Kunst und kulturellen Erfahrungen sehnen. Wir blicken einer neuen Realität entgegen, weshalb bestehende Verhaltensmuster überdacht und ein sicheres Erlebnis von Kunst geboten werden muss. Die Helsinki Biennale verfolgt eine zukunftsweisende Vision, die für eine ökologische Ethik eintritt und eine Synthese von Kunst und Natur schafft. Die Brücke, die wir zwischen der finnischen und internationalen Kunstwelt schlagen, spiegelt unser Bestreben nach Interdependenz, Verbundenheit und gegenseitigem Verständnis über unterschiedliche Orte und Kulturen hinweg wider. Ich hoffe, dass die Biennale allen Gästen Hoffnung und Freude bringen wird“, erklärt Tanninen-Mattila weiter.

Auf der Insel Vallisaari

Die Insel Vallisaari bildet wie erwähnt den greifbaren und konzeptionellen Ausgangspunkt für die Biennale 2021. Im Kontext der einzigartigen Kulturgeschichte und natürlichen Umgebung der Insel wurden die Kunstwerke speziell für die Orte geschaffen, an denen sie platziert sind – und treten so in echte Interaktion mit ihrer Umgebung. Dafna Maimon führt die Besucher durch ein Kellergewölbe, das in ein Verdauungssystem umgewandelt wurde, und Tuomas A. Laitinen schafft in einem ehemaligen Schießpulverkeller ein außerirdisches Habitat. Samir Bhowmik nimmt die Besucher mit auf eine Expedition, die den Verlauf eines imaginären Unterwasserkabels nachzeichnet, das unter der Insel verläuft. Der Vallisaari-Leuchtturm von Tadashi Kawamata sitzt auf einem ehemaligen Aufzugsschacht und bietet ein temporäres, hoch aufragendes Wahrzeichen aus auf Vallisaari gesammeltem Schrott.