Kommentar: Die EU-Regulierungsexzesse ersticken unsere Betriebe!

Politik / 23.04.2026 • 17:00 Uhr
Kommentar: Die EU-Regulierungsexzesse ersticken unsere Betriebe!

Gastkommentar von Eduard Fischer.

Die Bürokratieflut aus Brüssel wird für Unternehmer immer mehr zur Existenzbedrohung, denn sie verursacht enorme Kosten und nimmt somit unseren Betrieben die Luft zum Atmen!

Was sich derzeit in Brüssel abspielt, ist weder eine Unterstützung noch ein Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Europa. Im Gegenteil, das ist ein massiver Angriff auf freies Unternehmertum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Die Europäische Union verliert sich immer mehr in einem gefährlichen Mix aus Überregulierung, Kontrollwahn und realitätsferner Politik und schädigt damit massiv die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe!

Unter dem Deckmantel von Transparenz, Nachhaltigkeit und Fairness wird eine kaum noch überschaubare Flut an Vorschriften produziert, die alle unsere Unternehmen mit voller Wucht belasten. Das hindert unsere Wirtschaft massiv in ihrer betrieblichen Tätigkeit. Anstatt Freiräume zu schaffen, werden Unternehmen mit Berichtspflichten, Dokumentationszwang und immer neuen Auflagen regelrecht lahmgelegt. „Gold Plating“, zusätzlich verursacht durch die österreichischen Ministerien, vollenden dann das vorgegebene Regelwerk. Damit schädigt man massiv den Wirtschaftsstandort, in dem man ihm die Wettbewerbsfähigkeit nimmt.

Zeit, Geld und Arbeitskraft fließen nicht mehr in Investitionen, Innovation und Wachstum, sondern in die Bewältigung eines völlig überbordenden Bürokratieapparats – wie das jüngste Beispiel der geplanten, von der EU vorgegebenen Entgelttransparenzrichtlinie zeigt. Gerade Österreich wird damit hart getroffen, vor allem, wenn man bedenkt, dass unser Land über eine fast flächendeckende Tarifstruktur in Form von Kollektivverträgen verfügt!

Diese Fehlentwicklung ist brandgefährlich. Während andere Wirtschaftsräume gezielt auf Entlastung, Geschwindigkeit und Wettbewerbsfähigkeit setzen, behindert sich Europa zunehmend selbst. Investitionen bleiben aus, Betriebe verschieben Entscheidungen, wandern ab oder geben überhaupt auf. Das hat dramatische Folgen für Arbeitsplätze und den damit verbundenen Wohlstand, sowie den gesamten Standort.

Europa braucht keine ideologischen Regulierungsexzesse, sondern endlich eine Rückkehr zur wirtschaftlichen Vernunft. Weniger Bürokratie, mehr unternehmerische Freiheit und ein klares Bekenntnis zu Leistung, Verantwortung und Wettbewerbsfähigkeit sind die Voraussetzung dafür, den Standort Europa wieder auf Kurs zu bringen.

Was wir aber seit Jahren aus Brüssel erleben, ist ein regulatorischer Dauerangriff auf unsere Unternehmer. Immer mehr Vorschriften, immer mehr Auflagen und immer mehr Kontrolle machen Europa nicht stärker, sondern schwächer. Wenn die EU nicht endlich umkehrt und eine echte Deregulierungs- und Industrialisierungsoffensive einleitet, wird der Wirtschaftsstandort Europa weiter an Boden verlieren.

Eduard Fischer ist Mandatsträger in 3 Aufsichtsräten, Obmann der Freiheitlichen Wirtschaft und WKV-Vizepräsident.