Tierskandal: Das sagt der Landesrat

Landesrat Christian Gantner beruhigt die Vorarlberger Konsumenten, man habe konsequent gehandelt.
Von Phillip Plesch und Matthias Rauch
Bregenz Es dauerte nicht lange, bis nach der Veröffentlichung der Bilder aus dem Kuhstall im Bezirk Feldkirch die Tiere von den Behörden eingezogen wurden. “Im gegenständlichen Fall war es wichtig, schnell und konsequent zu handeln”, betont der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) gegenüber den VN. “Zum einen im Interesse des Tierwohles und um Gefährdungen der Tiere hintanzuhalten, aber vor auch um die Vielzahl an Landwirtschaftsbetrieben mit artgerechter Tierhaltung vor Pauschalverdächtigungen zu schützen.”
“Konsequent nachgegangen”
Gantner ist gleich in mehrfacher Hinsicht zuständig, über seinen Tisch gehen sowohl die Veterinärangelegenheiten wie auch Themen, die den Tierschutz oder die Landwirtschaft betreffen. Er verteidigt auch das Vorgehen der Behörden: “Die zuständige Tierschutzbehörde hat korrekt gehandelt. Die wiederholten Kontrollen inklusive Verbesserungsaufträgen, die vom Tierhalter auch stets erfüllt wurden, zeugen davon, dass die Behörde der Sache konsequent nachgegangen ist.”
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Dies betont auch Landesveterinär Norbert Greber gegenüber dem ORF. So sei der Tierhalter erst zwei Wochen vor dem Bekanntwerden der Bilder verwarnt worden, im Stall einen ordnungsgemäßen Zustand herzustellen. Bei der Nachschau diese Woche habe sich aber der von den Bildern gezeigte Zustand bestätigt, daher wurden die Tiere abgenommen. Eine Ausnahme im landwirtschaftlichen Bereich in Vorarlberg, wie auch die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch betont.
Kein Grund zur Sorge
Die Vorarlberger Konsumenten will Gantner ebenfalls beruhigt wissen. Bei dem Betrieb habe es sich um einen Mutterkuhbetrieb gehandelt, die Milch sei nicht in Umlauf gebracht worden. “Es kam in der Vergangenheit sicher zu einzelnen Schlachtungen”, räumt der Landesrat ein. “Aber jedes Schlachttier wird untersucht, und nur unbedenkliche Schlachtkörper werden freigegeben. Deshalb kann auch nur kontrolliertes und für positiv befundenes Fleisch zum Konsumenten gelangt sein.”
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Neuer Eigentümer
Mittlerweile gibt es zu den Tieren schon gute Neuigkeiten. Denn schon am Donnerstagmorgen haben sie den Besitzer gewechselt. “Es gab sogar drei Anfragen, der erste Interessent hat den Zuschlag bekommen”, verrät Landesveterinär Norbert Greber. Demnach habe der alte Besitzer der Veräußerung bereits zugestimmt. “Ich denke, die Rinder werden bald auf die Weide kommen und dann auch nicht wiederzuerkennen sein”, sagt Greber. Der Regen weicht den Dreck auf, dazu kommt der Haarwechsel im Frühjahr. Bald dürften die zehn Rinder also wieder sauber sein – und dann hoffentlich in eine glücklichere Zukunft starten.