Hinter den Kulissen: Über die Vereinbarkeit von SPÖ-Vorsitz mit Brotjob

Hinweise verdichten sich auf Leiter, dieser hat aber früher ausgeschlossen, als Polizei-Chef politisch aktiv zu sein.
Bludenz Nachdem die SPÖ-Wunschkandidaten Manuela Auer (57) und Reinhold Einwallner (49) für den Vorsitz der Landes-SPÖ abgewunken haben, verdichten sich die Gerüchte, dass Mario Leiter (57) als übrig gebliebener Kandidat doch noch zum Zug kommen könnte. Damit hätte er die Chance, die erste Wahl in seiner langjährigen Polit-Karriere zu gewinnen – wenngleich auch nur die zum Parteivorsitzenden. Unklar ist hingegen noch, wie sich der Brotjob von Leiter als Kommandant der Bludenzer Stadtpolizei mit der eines SPÖ-Chefs und Spitzenkandidat für die nächste Landtagswahl vereinbaren lässt.
In seinem Abschiedsinterview beim Rücktritt als Vizebürgermeister 2021 hat Leiter nämlich auf VorarlbergLIVE gesagt, dass es zwar rechtlich möglich wäre, als Polizei-Chef politisch aktiv zu sein, er für sich das aber ausschließe. „Ich habe für mich entschieden, dass ich für alle Bürger:innen unparteilich wirken will“, so Leiter wörtlich. Und weiter: „Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass ich den Posten des Kommandanten nur antreten werde, wenn ich alle politischen Funktionen niederlege.“ Aber wie sagte einst schon der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.