Wallner fordert stabile Verhältnisse

Landeshauptmann ruft Partei nach Kurz-Rückzug dazu auf, die „Weichen richtig“ zu stellen.
SCHWARZACH „Aus meiner Sicht ist es eine persönliche Entscheidung, die man respektieren muss.“ Das sagte Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner zum politischen Rückzug von Altkanzler Sebastian Kurz (beide ÖVP) in der Sondersendung von Vorarlberg LIVE. Gleichzeitig dankte der Landeschef dem scheidenden Parteichef und Klubobmann für dessen Engagement für Österreich sowie die vergangenen Erfolge für die ÖVP. Nun gelte es, auch mit Blick auf die angespannte Pandemielage, Ruhe zu bewahren. „Die Partei ist aufgerufen, sehr rasch die Weichen richtig zu stellen.“ Am Freitag in der Früh oder am Vormittag werde bestimmt ein Bundesparteivorstand einberufen. „Ich werde meinen Beitrag leisten, in stabile Fahrwasser zu kommen.“
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Was die Frage angeht, wie es mit der ÖVP und der Bundesregierung nun weitergeht, wollte sich Wallner nicht allzu sehr in die Karten schauen lassen. Er sei keiner von jenen, die in den Medien über Namen reden wolle, sagte der Landeshauptmann. „Es sind verschiedene im Spiel.“ Gleichzeitig unterstrich er die Bedingungen, dass es stabile Verhältnisse in der Koalition und in der Regierung brauche und keine Neuwahl. In diesem Zusammenhang verwies Wallner auch auf die Entscheidung kommende Woche, wie es nach dem Lockdown weitergehen soll. „Instabile Verhältnisse müssen so rasch wie möglich beseitigt werden. In personeller Hinsicht und in der Frage, wie es in der Pandemie weitergeht.“
Wallner zufolge plant Kurz keine Rückkehr in die Politik zu einem späteren Zeitpunkt. „Ich meine, wir können davon ausgehen, dass es ein endgültiger Rückzug war.“ Nicht beantworten könne er indes die Frage, wo er den früheren Kanzler in fünf Jahren sehe. „Er ist in einem sehr jungen Alter, mit sehr viel Potenzial und hat das Zeug für vieles.“ Einer Karriere in der Privatwirtschaft würde aus der Sicht Wallners also nichts im Wege stehen.