Spitzenpolitiker stehen Schülern in Feldkirch Rede und Antwort

Im proppenvollen Montforthaus Feldkirch standen die Themen Klima und Bildung im Mittelpunkt.
Feldkirch Geht es nach den im Montforthaus anwesenden 1200 höheren Schülern aus dem ganzen Land, dann hätte Vorarlberg bald ein bemerkenswertes politisches Kräfteverhältnis. Nach der Podiumsdiskussion mit fünf Spitzenkandidaten gaben bei einer Testwahl 38 Prozent der Jugendlichen den Grünen ihre Stimme, 29 Prozent entschieden sich für die ÖVP, 14 für die Neos, 10 für die FPÖ und 9 für die SPÖ. “Es ginge sich da jetzt eine ganz andere Koalition aus, Johannes, oder?”, meinte Neos-Frontfrau Sabine Scheffknecht (41) nach dem Votum vor der Diskussion, als die Neos noch 19 Prozent der Stimmen erhielten, scherzhaft zum Grünen-Chef Johannes Rauch (60). “Das mach’ ma, Sabine”, gab der augenzwinkernd zurück.
Jugendlicher Elan
Die von der Schülerunion organisierte Veranstaltung hielt vom Unterhaltungswert durchaus das, was sie versprochen hatte. Die Hauptthemen waren vorgegeben: Sie hießen Klima und Bildung. Mit großem Engagement und durchaus jugendlichem Elan legten sich Landeshauptmann Markus Wallner (52, ÖVP), Johannes Rauch (60, Grüne), Christof Bitschi (27, FPÖ), Sabine Scheffknecht (41, Neos) und Martin Staudinger (40, SPÖ) ins Zeug.
Dass vor allem den Grünen diese Themen behagten, lag auf der Hand. Eloquent legte Rauch die von seiner Partei geforderten Maßnahmen dar und forderte eine gleichzeitige Umsetzung all dieser Forderungen. Den Klimaschutz hoch hielten in der besonderen Arena natürlich auch all die anderen, obwohl das Thema CO 2-Steuer und Erhöhung der Spritpreise dann doch die unterschiedlichen Zugänge offenlegten.
Nur einmal ernst
Auch beim Thema Bildung erntete der Parteisprecher der Grünen mit seinen Argumenten den stärksten Applaus. Beim abschließenden Word Rap mit der Bitte um ein einziges Wort als Antwort hatte Markus Wallner so seine Schwierigkeiten mit der Vorgabe. Insgesamt verlief die Kommunikation zwischen den Hauptakteuren entspannt und freundlich.
Nur einmal wurde es ernst. Und zwar als es um mögliche Koalitionen nach der Landtagswahl ging und sich Christof Bitschi beklagte, man würde seine Partei von einer möglichen Regierungszusammenarbeit von vornherein ausschließen. Genau das bekräftigte Landeshauptmann Markus Wallner. “Es bieten sich mir nach der Wahl drei Parteien zur Mitarbeit an. Die FPÖ hat sich ja schon festgelegt, dass sie mit mir als Landeshauptmann nicht koalieren will.”
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