Ein SUV mit Verwöhnprogramm

Motor / 28.02.2020 • 11:36 Uhr
Mazda hat den CX-30 aufgerüstet. In der gehobenen Ausstattungsversion ist alles mit an Bord, das das Fahren angenehm macht.Oliver Wolf
Mazda hat den CX-30 aufgerüstet. In der gehobenen Ausstattungsversion ist alles mit an Bord, das das Fahren angenehm macht.Oliver Wolf

Unser Testexemplar ist in Sachen Ausstattung ein Sonderfall.

Mazda Was der CX 30/Skyactiv G122 mit Allradantrieb, Automatik und dem Ausstattungs-Höchstniveau Comfort+ so auf die Beine stellt an Verwöhnprogramm, das ist in dieser Klasse der kompakten Soft-Allradler schon ziemlich einzigartig. Da ist sehr vieles drin, was andere, sogar aus der noblen Gilde der Premiumautomobile, nicht haben. Zumindest nicht zu diesem Preis.

Natürlich hat man ein Budget und natürlich soll man sich beim Autokauf auch in Verzicht üben, wenn es die Vernunft und die Brieftasche verlangen. Aber wenn man sich an das Luxusleben in dem vielseitigen Japaner einmal eingelebt und die neue Designsprache Kodo (Schönheit durch Reduktion von Zierat) richtig verstanden hat, dann wird es schwer mit dem Verzicht.

Eigentlich denkt man nüchten: Wer braucht schon eine Lenkradheizung? Solchen Weich-Ei-Luxus könnte man sich locker sparen. Aber wenn dann klirrender Frost herrscht zur Morgenstund oder wann auch immer, ist man froh über die wohlige Wärme die dem feinen Leder des Volants entströmt.

Überhaupt: Heizen und Klimatisieren sind absolute Stärken des CX-30. Unser Benziner schafft in rekordverdächtiger Zeit ein feines Raumklima.

Und das gediegene beheizbare Ledergestühl ist genau so wintertüchtig wie der ganze SUV.

Selbstverständlich könnte man die Heckklappe selbst betätigen. Aber lässig ist es schon, wenn sie sich aus eigener Kraft hebt, wenn man mit Ladegut in beiden Händen dasteht. Gemächlich hebt, aber immerhin.

Legt die Ohren an

Und wenn man mit dem Schlüssel im Sack einfach hintritt vors Auto und es sich öffnet nach sanfter Berührung. Oder wenn es zur nächtlichen Heimkehr keck blinkend grüßt, die Ohren anlegt und seinen Passagieren sanft heimleuchtet. So was wärmt doch das Herz.

In dieser Tonart wäre noch manches zu erzählen, was in so einem CX-30 der gehobenen Art das Leben angenehmer macht und was man sonst nur in der automobilen Business-class zu finden pflegt. Der finanzielle Mehraufwand für die gehobene Lebensart ist jedenfalls gerechtfertigt.

Es geht Richtung Premium

Im CX-30 bestätigt sich, was schon im neuen Dreier spürbar wurde: Mazda bewegt sich in Richtung Premium. Bleibt in Sachen Preis aber auf dem Teppich. Im Hintergrund dieser Entwicklung steht die Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Toyota und dessen Luxus-Tochter Lexus.

Lexus soll von Mazda-Neuentwicklungen profitieren: einer neuen Plattform für größere Formate (Mazda CX-9, Mazda-Sportler über dem MX-5, Lexus IS), die von einem von Mazda entwickelten modularen Reihen-Sechszylinder angetrieben werden. Mit diesem Motorkonzept schwimmt Mazda einmal mehr gegen den Strom.

Der Innenraum demonstriert das Streben in die Premium-Richtung.
Der Innenraum demonstriert das Streben in die Premium-Richtung.
Kompakte: Im Fond beschränkt man sich besser auf zwei Passagiere.
Kompakte: Im Fond beschränkt man sich besser auf zwei Passagiere.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb Zweiliter-Saugbenziner, 122 PS, 213 Nm, Sechsgangautomatik, Allradtechnologie

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 11,1 Sek.; Normverbrauch
5,5 Liter, Testschnitt 6,8Liter

Preis ab 25.990 Euro (Einstiegsmodell), Testwagen: 36.490 Euro