Neuer Crossover bedeutet viel Auto für wenig Geld

Motor / 29.08.2014 • 14:47 Uhr
Ein bisschen fad ist er schon, dafür hat der SX4 jede Menge Platz. Fotos: VN/Steurer
Ein bisschen fad ist er schon, dafür hat der SX4 jede Menge Platz. Fotos: VN/Steurer

Suzuki setzt beim SX4 auf innere Werte. Kein Auto für Blender, echt gute Handarbeit.

Suzuki. Um es vorweg zu sagen: Leicht war das nicht. Der Markt der Kompakten mit Allradantrieb ist ja heiß umkämpft. Und bei den reinrassigen Geländeautos regieren die größeren Volumen. Also hat der SX4 S-Cross von Suzuki vorderhand schlechte Karten gegen Volkswagen, Opel, Peugeot & Co. Oder sollte am Ende ein komfortables Platzangebot in Kombination mit dem variablen Allradantrieb zu einem fairen Preis das Blatt wenden helfen?

Unscheinbar

Angeben kann man mit dem SX4 S-Cross eher nicht. Dafür kommt er einfach zu bescheiden daher. Dabei ist dieser Crossover wirklich gut gelungen. Den bisherigen SX4 überragt der S-Cross beinahe um 15 Zentimeter, dennoch geriet er mit 4,3 Metern Länge kompakt. Die Front wirkt bulliger, die Offroad-Attribute lassen ihn zusätzlich robuster wirken.

Also nehmen wir Platz. Im Cockpit dominiert ein Materialmix aus unterschiedlichen, nicht immer hochwertig wirkenden Kunststoffen. Alles in Dunkelgrau gehalten. Da ist das Auge froh über jede Chromleiste und die blaue Umrandung der im Übrigen gut ablesbaren Instrumente. Ablagen gibt es reichlich, Flaschenhalter wurden in die Türablagen integriert.

Auch bei der Bedienung bleibt der S-Cross nüchtern und klar. Alle Elemente sind gut erreichbar und übersichtlich angeordnet. Ein Navi suchten wir freilich vergeblich. Die Topausstattung „Flash“ hätte eines und Ledersitze noch dazu.

Wie sitzt man so? Bequem und an allen Positionen mit viel Platz gesegnet. Das Kofferraumvolumen kann sich mit 430 bis 1269 Liter Fassungsvermögen zudem sehen lassen.

Anfangs etwas träge

Bleibt die Frage nach dem Fahrverhalten. Der 1,6-Liter Benzinmotor des S-Cross mobilisiert 120 PS, sein maximales Drehmoment liegt bei 156 Nm. Das klingt doch recht schneidig und ist es auch, wenn der Wagen erst mal seine träge Phase überwunden hat. Dann geht es zügig dahin. Der Motor hängt gut am Gas. Gewiss, ein sechster Gang hätte ihm gutgetan, und ab 100 km/h ist er auch etwas laut. Dafür offeriert Suzuki den hauseigenen Allradantrieb namens „Allgrip“, bei dem der Fahrer über einen Drehschalter am Mitteltunnel vier verschiedene Modi wählen kann. Verteilen die drei Fahrstufen Snow, Auto und Sport die Motorleistung variabel im Verhältnis zwischen 100:0 und 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse, ist bei der Bergfahrt auf Schnee und Eis der Lock-Modus mit einer festen Kraftverteilung von 50:50 genau richtig. Das ist schon ziemlich beeindruckend gelungen, wie schade, dass der Winter noch ein wenig auf sich warten lässt.

Fazit: Suzuki bietet mit dem neuen SUV ordentlich viel Auto für wenig Geld. Da kann man gut und gerne auf Glanz und Glitzer verzichten.

Innen klar und übersichtlich.
Innen klar und übersichtlich.
Der Kofferraum ist großzügig bemessen.
Der Kofferraum ist großzügig bemessen.

Fakten

Motor/Antrieb: 1,6-Liter-Benziner mit vier Zylindern und 1586 ccm Hubraum, 88 kW (120 PS), max. Drehmoment 156 Nm bei 4400 U/min

Fahrleistung/Verbrauch: 0-100 km/h in 12 sec, Spitze 175 km/h, Verbrauch 5,7 l Super (Test 6,3 l), CO2 130 g/km, Leergewicht 1245 Kilo

Preis: 23.990 Euro