Skoda: Mehr Power für den Pfadfinder

Tschechen haben ein Herz fürs Thema Freizeit. Ein Beweis ist der neue Octavia Scout.
skoda. Die tschechische VW-Tochter fabriziert nicht nur clevere Autos von der Stange, die allseits gut ankommen, weil sie ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Sie bewegt sich, nach „Alleinstellungsmerkmalen“ forschend, auch mit Erfolg in Nischen wie jener der Automobile mit speziellen Freizeit-Qualitäten. Und den Profilierungswünschen einer bestimmten Kundenschicht.
Das sind Käufer, bei denen zwar die Vernunft überwiegt und das Prestigedenken eine untergeordnete Rolle spielt, die aber doch deutlich mehr wollen als eben das Auto von der Stange. Beispielsweise diesen Octavia Scout, dessen dritte Generation im September auf den Markt kommt. Rechtzeitig auf den Winter hin, in dem der Pfadfinder aus Mlada Boleslav seine Qualitäten besonders unter Beweis stellen kann.
Schutzbekleidung
Die da in erster Linie sind: mehr Bodenfreiheit (31 Millimeter) als beim neuen Basis-Octavia – und eine Schutzbekleidung, die verhindern soll, dass der an sich wohlgestylte und durchaus elegante Kombi Schaden nimmt bei allfälligen Ausflügen ins Grobe. Daher kommt der Scout in einem moderaten Outdoor-Look daher, in einer kraftvollen, aber nicht übertriebenen Formensprache.
Seine Front ist geprägt durch den Scout-spezifischen Stoßfänger mit schwarzer Kunststoffbeplankung. Von unten her signalisiert ein silberfarbiges Offroad-Aufsatzteil Unverwundbarkeit Dazu gibt es scharf ausgeformte Nebelscheinwerfer im spezifischen Scout-Design – und eine Scout-Plakette im Kühlergrill. Ein Offroad-Deko muss schon sein. Zählt ja auch nicht gerade zu den Schnäppchen, der Skoda für Abenteurer.
Wichtiger als diese Äußerlichkeiten sind die Fahreigenschaften und Top-Traktion des Scout, garantiert durch Allradtechnik auf Basis der Haldex-5-Kupplung. Die Kraftverteilung auf die vier Räder erfolgt stets situationsabhängig. Das ideale Antriebsmoment für die Hinterachse wird durch das Steuergerät berechnet.
Extreme Steilstufen, Schlamm-Durchfahrten, Bergtouren, bei denen man nur noch den Himmel sieht: Alles kein Problem für den starken Tschechen mit der innovativen 4×4-Technik.
Kräftiges Zugpferd
Zudem bewährt er sich als muskulöses Zugpferd, zieht mit bis zu zwei Tonnen um 25 Prozent mehr als bislang. Die serienmäßige elektronische Differenzialsperre unterstützt das stabile Anfahrverhalten bei niedrigeren Geschwindigkeiten.
Ein Motoren-Trio bietet sich an, alle drei keine Schwächlinge: zwei Diesel und ein Benziner, 150 bis 184 PS. Die Aggregate sind stärker und zugleich sparsamer als die bisher eingesetzten. Dafür sorgen bis zu 29 kg weniger Gewicht, die Verbesserungen der Allradtechnik sowie die Nutzung der effizienten Green-tec-Motoren mit serienmäßiger Start-Stopp-Automatik und Rekuperation. Alle drei Motoren erfüllen die ab September 2014 geltende EU-6-Norm.
Clevere Features spielen natürlich auch eine wichtige Rolle im Scout III: der doppelseitige Bodenbelag im Kofferraum etwa, das faltbare Cargo-Element, der Eiskratzer in der Tankklappe, der Warnwestenhalter unter dem Fahrersitz, der Abfallbehälter sowie zahlreiche Ablagefächer.


Fakten
Skoda Octavia Scout
Motoren: 180-PS-TSI (Benziner), 150-PS- bzw. 184-PS-TDI (Diesel)
Preise: ab 32.840 Euro
Markteinführung: Mitte September